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patriarchaliſchen Einrichtung beobachten können. So kann alſo in einer entſprechenden Entfernung der Heiland in ſeinem Leben, Leiden und Sterben, ſo Adam und Eva im Paradieſe jeden Augen⸗ blick bei ebenfalls entſprechender Sehfähigkeit geſehen, ſo kann jeder Moment der Welt⸗ und Menſchengeſchichte jeden Augenblick geſchaut werden. Gott aber iſt in ſeiner Perceptionsfähigkeit unbeſchränkt. In jeder denkbaren Entfernung kann er mithin jeden Lebensmoment hier auf Erden fixiren. Somit gibt uns dieſer Gedanke einen Be⸗ griff der Allwiſſenheit Gottes. Allwiſſenheit und Allgegenwart iſt ſomit identiſch. Gleichfalls verſchwindet der Unterſchied zwiſchen Zeit und Raum. Zeitlich Getrenntes findet ſich im Raume wieder. Denken wir uns ferner, Jemand bewege ſich, ſtets die Erde fixirend, von einem Sterne 12. Größe, von dem, wie angegeben, das Licht in 4000 Jahren zu uns kommt, mit einer noch größeren Schnelligkeit, etwa in einem einzigen Jahre, oder in einer Stunde oder gar in einer Sekunde zur Erde, ſo würden ſich ihm, ſelbſt⸗ redend mit dem gehörigen Auffaſſungsvermögen ausgerüſtet, alle Zeitereigniſſe von Abraham bis auf unſere dampfbewegte Zeit in dem kurzen Zeitraume eines einzigen Jahres, oder einer Stunde, oder gar in einer Sekunde zuſammendrängen. Warum ſollte Gott nicht einer ſolchen Schnelligkeit und Auffaſſungsgabe fähig ſein! So verſchwindet alſo vor ihm die Zeit. Vor Gott ſind 1000 Jahre wie ein Tag! Die Zeit iſt deßhalb nichts an ſich Beſtehen⸗ des, ſondern nur die Form, worin wir ihren Inhalt anſchauen.— Beim Haltmachen auf dieſer Reiſe von jenem Sterne zu uns kann der Beobachter jeden Moment fixiren, der ihn beſonders intereſſirt. Ferner: Mit der Schnelligkeit des Lichtes ſich entfernend, könnte der Beobachter jeden Moment jahrelang, ja jahrtauſendelang präſent halten, genau beobachten, ſtudiren und mikroſkopiren....“ Abgeſehen davon), daß der Raum als Länge, Breite, Höhe, die Zeit als Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, die in dieſer beſtehenden Körper als feſte, flüſſige und gasförmige, als Mineral⸗,
¹) Vergleiche Zöckler: Theologia naturalis I. 672.


