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Nachtheil kommen dürfte— ſo würden die Quotienten aus den Summen der Schüler in die Summen der Noten auf den Werth der beiden Bildungsmethoden ſchließen laſſen.
So viel geht wenigſtens aus dem oben Angeführten hervor, daß die Leiſtungen des naturwiſſenſchaftlichen und ſomit des Realunter⸗ richts nicht gering anzuſchlagen ſind. Fragen wir übrigens nun, ob er im allgemeinen und der naturwiſſenſchaftliche Unterricht im be⸗ ſonderen das oben Angegebene denn wirklich leiſte, beſonders in Bezug auf unſeren Gegenſtand leiſte, ſo antworten die Vorwürfe, die man demſelben macht,„nein“! Und warum nicht? Wir haben die Haupt⸗ urſache ſchon angedeutet und wollen ſie hier näher betrachten. Wir wollen dabei nicht weiter eingehen auf die Unwiſſenheit und die Bequemlichkeit vieler Lehrer, welche beide Fehler ſo oft und nachdrücklich, zuletzt auf der allgemeinen Lehrerverſammlung zu Mannheim als eine Quelle zur Verbreitung von falſchen Vor⸗ ſtellungen und Hirngeſpinnſten bezeichnet worden, und wollen uns auf einiges in Bezug auf die Methode beſchränken. ¹)
Gegen zwei Grundſätze fehlen wir, gegen den einen:„Schwierig⸗ keiten ſind die Bedingungen des Erfolges.“— Anſtrengung iſt
¹)„Das bisher über die Methode Geſagte“, ſagt Wieſe in ſeinen deut⸗ ſchen Briefen über engliſche Erziehung, S. 88:„beweiſt hinlänglich, daß ihr in England hauptſächlich ein moraliſcher Werth beigelegt wird. Beſchränkung auf Weniges, Concentration, Ausdauer bis zu völliger Aneignung, Nöthi⸗ gung zur Beharrlichkeit bei ermüdenden und ſchwierigen Aufgaben, alles dieſes zielt auf die Charakterbildung ab, und es bedarf keines Beweiſes, daß es ior wirklich dient und daß umgekehrt, ein nicht ſtreng geregeltes Ver⸗ fahren und ein willkürliches Hin⸗ und Herſchweifen in wiſſenſchaftlichen Dingen auch der Charakterloſigkeit Vorſchub leiſtet. Als Sir Robert Peel das Rektorat der Univerſität zu Glasgow antrat, warnte er in ſeiner Rede die Studenten vor dem Vertrauen zu den Inſpirationen des Genius. Zu einem realen„Succeß“ gelange man nur durch Fleiß und unermüdete Ausdauer. Das Ganze iſt wie ein Commentar zu Schillers Wort:„das Genie iſt der Fleiß.“ Difficulty is the condition of succes. Our anta- gonist is our helper...“ und S. 90:„das ſichere, wenn auch be⸗ ſchränkte Wiſſen, verbunden mit einem bewußten Nichtwiſſen, iſt häu⸗
figer in England als bei uns. Man lege einem engliſchen und deutſchen 4*


