Aufsatz 
Zur Geschichte des realistischen Schulwesens in dem vormaligen Herzogthum Nassau : vom Jahre 1817 bis 1861 incl. eine historische Skizze / Bellinger
Entstehung
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IV. III. II. I. Summe Lehrgegenstände. der Lat. Real. Lat. Real. Lat. Keal. Lat. Real. Stunden. V V

Religion....... 2 2 2 2 8 Deutsch...... 4 4 2 2 2 1 15 Französisch..... 8 8 4 6 3 V 6 35 Lateinisch...... 8 7 8 8 V 8 V 32 Griecllisch...... 5 5 Lnglisen...... 4 V 4 8 Geschichte und Geogr. 5 5 4 4 18 Arithmetilk..... 3 3 2 2 10 GeomGtrie...... 2 2. 2 2 3 11 Naturbeschreibung.. 2 2 2 2 8 DVSIN........2 2 Zeiclmen...... 5 2 2 2 2 6 Schrciben...... 3 3 3 2 8 Gesang...... 2 2 2 2 4 Trne(4)(4)(4)(4) Summe der wöchentl. St.ü 31 31 33 33 33 35 34 34 170

Der englische Unterricht war für die Realisten obligatorisch, für die Latinisten fakultativ. Auch wurden für die Realisten 2 Stunden im geometrischen Zeichnen vor- geschrieben.

Da nach Publikation der Umgestaltung des Pädagogs sich mit Beginne des Winter- semesters 1858 im Ganzen nur 14 Schüler für die realistische Abtheilung meldeten, so wurden nach Ermächtigung der Landesregierung nur 2 Parallelklassen, die eine für die Realisten der 2 unteren, die andere für die Realisten beider oberen Pädagogialklassen eingerichtet. In den späteren Jahren wechselten häufig die Zahlen der Realisten und Latinisten; in den Unterklassen war gewöhnlich das realistische, in den Oberklassen das lateinische Element vorherrschend. Eine Realoberklasse(Selekta), als Fortsetzung der obersten realistischen Pädagogialklasse, kam in den Jahren 1859 und 1860 zu Stande; in den folgenden Jahren, von 1861 ab, bildete sich keine mehr, da sich die erforderliche Zahl(6) Schüler für dieselben nicht fand. Als Unterrichtsgegenstände für die Selekta waren vorgeschrieben: Religion, deutsche, französische und engliche Sprache, Geschichte

und Geographie, Arithmetik und Geometrie, Physik, Chemie und Zeichnen. 3*