Aufsatz 
Quae Homeri de Orci natura et animarum post mortem conditione fuerit sententia commentatio : Part. I
Entstehung
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I. Geschichte des Gymnasiums.

In der Geschichte des hiesigen Schulwesens ist das verwichene Jahr nicht ohne besondere Bedeutung. Hadamar hatte nach fast 30jähriger Un- terbrechung, durch die besondere Gnade seines Landesfürsten, wieder das Glück, ein vollständig besetztes Gymnasium in seinen Mauern zu enthalten, das mit bevorstehendem Jahresschlusse seine ersten Zöglinge für das höhere Studium befähigt, zur Universität entlässt. So ist die lange genährte Hoff- nung der hiesigen Bewohner nun ganz erfüllt, und Hadamar verdankt in seinem Gyinnasium seinem allgeliebten Herzog Adolph eine der reichsten Ouellen geistigen wie materiellen Wohles.

Das Schuljahr begann den 20. April 1846 mit Prüfung und Aufnahme der- jenigen Schüler, die sich zum Eintritte in die verschiedenen Klassen des hie- sigen Gymnasiums gemeldet hatten. Es waren deren 51 aus Elementar- und Privatschulen verschiedener Landestheile, worunter 2 von dem Gym- nasium zu Weilburg auf Grund ihres von dort mitgebrachten Zeugnisses, die übrigen 49 nach vorschriftsmässiger Aufnahmeprüfung den entsprechen- den Klassen zugewiesen wurden. Dadurch belief sich die Schülerzahl des hiesigen Gymnasiums auf 244, mit welchen am 22. April Vormittags der Sommercursus auf herkömmliche Weise eröffnet wurde.

Das Lehrerpersonal hat im verflossenen Schuljahre mannigfache Veränderungeu erlitten. Zwei Lehrer schieden im Laufe des Jahres von der Anstalt. Herr Conrector Kirschbaum wurde zum Prorector gnä- digst befördert und als solcher an das Gymnasium nach Wiesbaden versezt.