.Se.
I. Von der Reise.
Oehon seit einer Reihe von Jahren hatte ich den lebhaften Wunsch gehegt, meine sprachlichen und sachlichen Kenntnisse durch einen Studienaufenthalt in Frankreich zu ergänzen und zu er-— weitern. Zwar hatte ich bereits früher wiederholt Frankreich und besonders Paris besucht. Aber diese Studienreisen waren immer nur von kurzer Dauer gewesen, auch lagen sie nun schon ziemlich weit zurück. Ich war daher froh, für Ostern 1908 eines der hiesigen städtischen Auslandsstipendien sowie Urlaub zu er-— halten, und machte mich alsbald daran, die Reise möglichst gut vorzubereiten. Neben den Erfahrungen, die ich in dieser Hin- sicht selbst gemacht hatte, verwertete ich die mir von kundigen Fachgenossen erteilten Ratschläge und die zahlreichen vortreff- lichen Berichte und Mitteilungen, die man in den„Neueren Sprachen“ über Studienreisen findet. Von der sonstigen ein- schlägigen Literatur möchte ich den Fachgenossen, die vor einem Studienaufenthalt in Frankreich stehen, die folgenden drei Schriften als besonders wertvoll empfehlen: K. A. Martin Hartmann,„Reise- eindrücke und Beobachtungen eines deutschen Neuphilologen in der Schweiz und in Frankreich“. Leipzig, Stolte, 1897.— Dr. Bruno Eggert,„Phonetische und methodische Studien in Paris zur Praxis des neusprachl. Unterrichts“. Leipzig, Teubner, 1900.— Roßmann- Brunnemann,„Handbuch für einen Studienaufenthalt im franzô- sischen Sprachgebiet“. 3. Aufl. von„Ein Studienaufenthalt in Paris“. Marburg, Elwert, 1907. Daß ich auf der Reise die einzelnen in vorzüglichem Französisch geschriebenen Teile des noch immer unübertroffenen Reisehandbuches von Karl Baedeker, soweit sie die von mir besuchten Teile Frankreichs betreffen, als ständige Begleiter und zuverläâssige Führer bei mir hatte, bedarf wohl kaum der Erwahnung.


