Leuchsenring 13
im Jahre 1782 dem großen Dichter in diesem Zimmer abgestattet hat. Oggersheim, den 10. November 1859.“ Zu Schiller kann Goethe diesen Herrn(v.) L. schon deshalb nicht geschickt haben, weil er von Schillers Aufenthalt in Oggersheim nichts wußte.
Das Derainsche Haus Photogr. Aufnahme von Otto Hach in Oggersheim
A. v. Arnim nimmt ihn in dem Roman ‚Armut, Reichtum, Schuld und Buße der Gräfin Dolores‘ zum Vorbild des Predigers Frank und Varnhagen v. Ense(Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften(Mannheim (1838) IV S. 170ff.) sagt von ihm:„Doch wurde er durch sein einfältiges Einmischen, Theilnehmen und Vermitteln und durch die Bedeutung, welche er sich auf diese Weise von seinen Umgebungen gleichsam erborgte, diesen bald unbequem; er verletzte durch Anmaßlichkeit, zu der seine Rolle leicht verleiten konnte, und man wurde seines Thuns um so über- ‚drüssiger, als man zu entdecken glaubte, daß er aus eignem Boden nichts hervorbringe und leiste, sondern nur von dem Dasein der andern mitlebe.“ Das Leben und Treiben Leuchsenrings in Bergzabern, wo die„große“ Landgräfin Karoline von Hessen und ihr weibliches Gefolge oft Sommer- aufenthalt nahmen, schildert F. H. Jacobi(Auserles. Briefwechsel I S. 43 f.) in einem Briefe an Sophie La Roche(17. Juni 1771):„Wahrscheinlich geht unser Lieber jetzt zu Bergzabern, an einem rosenfarbenen seidenen Bande, hinter der Elysischen Zieglerin, und weidet, von ihrem Lämmchen angelächelt, neben ihm Charmillen und Rosenblätter.— Welch eine em- pfindsame Schilderung!“— Vgl. Franz Muncker in der ADB und Dr. Albert Bielschowsky, Goethe I? 148.
! Darauf wies schon C. F. Müller) hin in: Unterhaltungsblatt zum Landauer Anzeiger 1898 Nr. 124(24. Oktober). Nr. 129(4. Nov.).


