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Geographie, 2 St., Weihrich, dann Heuſel: Ueberſicht über die 5 Erdtheile, nach Daniel, 1. Buch.
3 Arithmetik, 3 St., Diehl, dann Heuſel: Die 4 Species in benannten ganzen Zahlen wur⸗ den wiederholt. Aufſuchen gemeinſchaftlicher Factoren und des größten gemeinſchaftlichen Theilers. Ge⸗ meine Brüche.— Kopfrechnen.
Geometrie, 2 St., Diehl, dann Heuſel: Beſchreibung einfacher Körper und Betrachtung der Linien, Winkel und ebenen Figuren nach der Anſchauung.
naturgeſchichte, 2 St., Schwabe: Im Sommer wurden geeignete Pflanzen verſchiedener Claſſen von den Schuͤlern an ihren Standorten geſucht und dann in der Stunde mit beſonderer Rückſicht auf die Aneignung der gebräuchlichen botaniſchen Ausdrücke beſprochen.— Im Winter wurden die Unter⸗ ſchiede der 4 Claſſen der Wirbelthiere aufgeſucht, ſodann die innere Einrichtung der Säugethiere erklärt und die Hauptrepräſentanten ihrer 12 Ordnungen durchgegangen.
Schreiben. 2 St., ſpäter 1 St., Heuſel: Einüben der deutſchen und engliſchen Schrift und der Ziffern unter Benutzung von Schreibnetzen. Schreiben uach Vorlagen.
Zeichnen, 2 St., Walloth, dann Huber: Zeichnen nach Fürſtenberg's Elementarzeichenſchule.
Curnen, 2 St., Heuſel: Frei⸗ und Ordnungsübungen. Uebung an den Geräthen(nur im Sommer).
Geſang: Siehe Claſſe l.
b. Beſonderer Anterricht der Gymnaſialabtheilung. Gymnaſial⸗Sexta.
latein, 6 St., Pabſt, vorübergehend Weckerling und Schwabe, zuletzt wieder Pabſt: Regelmäßige Formenlehre nach Berger's Grammatik, die betreffenden Stücke in Spieß' Uebungs⸗ buch für Sexta wurden theils mündlich, theils ſchriftlich überſetzt(Capitel 1— 19, 22— 21). Exercitia pro loco.
c. Beſonderer Anterricht der Realklaſſe. Freihandzeichnen, 3 St., Wal loth, dann Huber: Wie in dem gemeinſamen Unterricht.
Der Geſangunterricht der Claſſen—V.
Sämmtliche mit ausreichenden Stimmmitteln und muſicaliſchem Gehör begabten Schüler dieſer fünf Claſſen waren in 4 Stimmen eingetheilt: Sopran, Alt, Tenor und Baß.
In wöchentlich 5 Singſtunden, von denen 4 der Uebung der einzelnen Stimmgattungen, die fünfte aber der Geſammtübung im gemiſchten Chorgeſange gewidmet waren, wurde eine erhebliche An⸗ zahl ernſter und heiterer Geſänge einſtudirt, mit daran geknüpfter eingehender Beſprechung ihres muſi⸗ caliſchen und ſprachlichen Inhalts.
Als Studienwerke wurden benutzt:
L. Erk und W. Greef, Liederkranz, Ill. Heft, 72 vierſtimmige Geſänge für gemiſchten Chor.(Eſſen.)
G. A. H. Barth, Schul⸗Choralbuch für gemiſchten Chor.(Wittſtock.)
F. Möhring, 40 Choräle für gemiſchten Chor von Sebaſtian Bach.(Neu⸗Ruppin.)
Neben fortgeſetzter Uebung der elementaren muſicaliſchen Vorkenntniſſe wurden die Anfangs⸗ gründe der Harmonielehre; Beſtimmung der muſicaliſchen Intervalle bei Bildung der Tonleiter mit ih⸗ ren Umkehrungen und Verſetzungen, ſowie Bildung der leitereignen Dreiklänge der Dur⸗ und Moll⸗ Tonleiter mündlich und ſchriftlich geübt. An dieſen Studien nahmen auch diejenigen Schüler der l.—V. Claſſe Theil, welche wegen unzureichender Stimmmittel, oder wegen Mutation der Stimme am Geſange ſich activ nicht betheiligen konnten. Felchner.


