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willkommener Anlaß, jenen Ausdruck ehrender Anerkennung zu allgemeiner Kenntniß zu bringen. Wir heben noch beſonders hervor, daß der hieſige Stadtrath im Laufe des vergangenen Ighres die Gehalte ſämmtlicher ordentlichen Lehrerſtellen unſerer Anſtalt in anerkenenzwerther Weiſe erhöht hat, und daß er ſich wiederholt dahin ausgeſprochen, er wolle kein Opfer ſcheuen, um das Gedeihen unſerer Anſtalt zu fördern.
Großherzogliches Miniſterium des Innern hat durch Verfügung vom 27. Febr. d. J. genehmigt, daß dem proviſoriſchen Hülfslehrer an der Realſchule, Herrn Gymn.⸗Acc. Joſeph Pabſt der von dem Ge⸗ meinderath der Stadt Alzey bewilligte Gehalt bis auf Weiteres zu Theil werde.
Durch Allerhöchſte Decrete vom 8. Mirz d. J. wurden die von hieſigem Stadtrathe unter dem 30. April v. J. bewilligten Gehaltsaufbeſſerungen der beiden älteſten Lehrer genehmigt.
Durch Allerhöchſtes Decret vom 26. März d. J. wurde dem ſeither mit einer proviſoriſchen Lehrer⸗ ſtelle an unſerer Anſtalt bekleideten Herrn Dr. Diehl beſagte Lehrerſtelle mit dem von hieſigem Stadtrathe demſelben bewilligten Gehalte definitiv übertragen.
Dr. Philipp Diehl wurde geboren im Jahre 1836 zu Albig, wo ſein Vater Lehrer der Volksſchule war; in dieſer empfing er ſeinen erſten Unterricht, beſuchte ſodann in den Jahren 1850—54 die hieſige Realſchule, von welcher er in die höhere Gewerbeſchule in Darmſtadt überging. Nach 11½2 jährigem Beſuch dieſer Anſtalt beſtand er das Maturitätseramen und bezog, nachdem er noch ein Semeſter im chemiſchen Laboratorium ge⸗ arbeitet hatte, Oſtern 1856 die Univerſität Gießen. Im Sommer 1858 beſtand er das Examen der Can⸗ didaten für das Gymnaſial⸗Lehramt vom mathematiſchen Standpunkte aus, machte von Herbſt 1858 bis Herbſt 1859 den vorgeſchriebenen Acceß an der Großh. Realſchule zu Darmſtadt, kam bald nach Schluß des Acceſſes als Lehrer an ein Privatinſtitut nach Oſthofen und wurde durch Refſcript Großherzoglicher Ober⸗ ſtudien⸗Direction im December 1861 an der hieſigen Realſchule als proviſoriſ cher Lehrer angeſtellt.
D. Die Schulfeierlichkeiten. 1. Geſfentliche Prüfung.
Montag, den 15. April 1867.
Vormittags. Nachmittags.
7 ¾— 8 CErosffnungsfeier': Choral und Gebet. 2— 2 ½ Phyſik II. Diehl.
8— 81⁄¼ Religion l—IV. Bennighof. 21 ½— 3 Deutſch ll. Pabſt.
8 ½— 9 ½ Geſchichte l. Becker. 3— 4 Deutſch V., Rechnen V. Zimmer.
9 ½— 10 Mathematik l. Diehl. 4— 4 ½ Franzöſiſch V. a. Zimmer. 10— 10 ½ Chemie l. Diehl. 4 ½— 4 ⅜ Geſchichtserzählung V. a. Becker. 10 ½— 11 Engliſch l. Heitger. 4 ¾— 5 Naturgeſchichte V. a. Diehl.
11— 11 ½ Mathematik Il. Diehl. 5— 5 ½1 Erzählen V. b. Pabſt. 11 ½— 12 Franzöſiſch ll. Heitger. 5 ¼l— 5 ⅜ Latein 3. Abth. Pabſt. . 5 ¾— 6 Religion Rothſchild. Dienſtag, den 16. Xpril.
7 ¾— 8 Religion IlI—V. Götz. 10— 10 ½ Geometrie IV. Diehl. 8— 81½ Mathematik Ill. Diehl. 10 ½— 11 ArithmetiklV. Gerlach. 8 ½— 9 Franzöſiſch Ill. Heitger. 11— 111 ½l Franzöſiſch IV. Heitger. 9— 9 ½ Gevographie lll. Heitger. 11 ½— 12 Geſchichte IV. Pabſt.
9 ½— 10 Zoologie Ill. Gerlach.


