18 um die Teilung der Anſtalten und die innere Ausſtattung des neuen Schulhauſes. Es iſt vielleicht intereſſant zu vernehmen, daß in dieſem letzten Jahr, in dem die Schulen vereinigt ſind, in nicht weniger als 3 Häuſern außerhalb des dreiteiligen Hauptſchulgebäudes Klaſſen untergebracht ſind, näm⸗ lich in 2 ſtädtiſchen Häuſern in der Welſchnonnengaſſe und in dem früheren Klarakloſter; außerdem benutzt die Schule, wie bereits erwähnt, den Turnſaal in der Schießgartenſtraße.
Wie im vorigen Jahre in den Pfingſtferien eine Schülerfahrt des deutſchen Flottenvereins nach Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven ſtattfand, an der ſich 16 Schüler unter Leitung des Ober⸗ lehrers Hilsbos und des Uſſeſſors Schmidt beteiligten, ſo auch in dieſem Jahre nach hHamburg und Miel, an der 15 Schüler und 2 Lehrer teilnahmen. Der Verfaſſer dieſes Programms, der mit dem Uollegen Storck die Fahrt mitmachte, iſt hochbefriedigt zurückgekehrt. Namentlich war zu rühmen die ſorgfältige Vorbereitung aller Veranſtaltungen ſeitens des Vorſtandes des Flottenvereins und das liebenswürdige Entgegenkommen der Marineoffiziere, die ſich uns zur Verfügung ſtellten. Ich bin überzeugt, daß die Schüler eine bleibende Srinnerung an dieſe überaus lehrreiche Fahrt für ihr Leben ſich bewahren werden.
Als im Juni unſer verehrter Landesfürſt mit ſeiner Gemahlin zum erſtenmal in Mainz einzog, beteiligte ſich auch unſere Schule an der Spalierbildung und an dem großen Jubel, mit dem die hohen Herrſchaften in Mainz empfangen wurden.
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Wir ſind zu Ende. Nachdem wir die Entwicklung der Mainzer Realſchule von ihren erſten Anfängen bis zum Frühjahr 1906 verfolgt haben, ſei es uns zum Schluſſe vergönnt, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wir ſtehen vor der Trennung der Anſtalten. Ein lange gehegter Wunſch geht in Erfüllung; aber dieſe Trennung bedeutet auch ein Herreißen enger kollegialer Bande für viele Lehrer. Doch, wenn auch räumlich getrennt, werden, ſo hoffe ich, die innigen Beziehungen auch fernerhin dauern. Möchten ſich alle Kollegen an die gemeinſam verlebte Heit an der Kieſenanſtalt gerne erinnern. Möchte aber vor allem die Trennung zum Segen gereichen für die uns anvertraute Jugend und damit zum Segen für unſere Vaterſtadt und unſer Vaterland. Und dann noch ein Wunſch: Möchte auch für das Realgymnaſium bald ein neues ſchönes Gebäude errichtet werden, damit die in dem Realgymnaſium zurückbleibenden Lehrer und Schüler neidlos auf das Schulgebäude in der Neuſtadt blicken.
Die Tehrer.
A. Direktoren.
1. Philipp Noll, geboren zu Lambsheim(bayr. Pfalz) am 14. 3. 1795, wurde am 24. 2. 1819 Lehrer am Gymnaſium in Mainz, am 31. 3. 1838 definitiv zum Direktor an der Realſchule in Mainz ernannt, nachdem er ſeit 18. 11. 1836 die Stelle proviſoriſch verwaltet hatte, penſioniert am 9. 10. 1854, geſtorben in Mainz am 25. 2. 1860.
2. Dr. Friedrich Schödler, geboren am 25. Februar 1813 zu Dieburg, Lehrer an dem Gymnaſium zu Worms, vom 31. 10. 1854 bis 14. 3. 1883 Direktor des Realgymnaſiums und der Kealſchule zu Mainz, penſioniert am 14. 3. 1883, geſtorben in Mainz am 27. 4. 1884.
3. Ferdinand Albert, geboren den 8. 10. 1822 zu Darmſtadt, Lehrer an der Kealſchule zu Michel⸗ ſtadt, hierauf an dem Gymnaſium zu Worms, ſeit 1856 an der Realſchule in Mainz, wurde am


