Aufsatz 
Einige Ergebnisse der Registrierung von Luftdruck und Temperatur auf der Danmark-Expedition nach Nordostgrönland / von Walther Brand
Entstehung
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mittags da ist. Ebenso tritt in allen ausser wieder den Winter- monaten das Maximum gegen 3 Uhr morgens ein. Es zeigen also alle Monatskurven ausser denen der Winter monate morgens ein Fallen bis gegen 3 Uhr, um dann langsam gegen 2 Uhr nachmittags anzusteigen und dann wieder etwa in demselben Masse zu fallen. Während der Wintermonate ist wegen der Polarnacht von einem regel- mässigen Wärmegang nichts zu erkennen. So fällt z. B. das Maximum der Temperatur im November auf 3 morgens, das Minimum auf nachmittags. Einen ganz unregel- mässigen Verlauf zeigt der Januar. Die auftretenden Ver- änderungen zeigen hier keine Periode,.

Die grôsste Schwankung innerhalb 24 Stunden wurde vom 16. zum 17. Dezember 1907 beobachtet. Sie betrug 23,5", indem die Temperatur von 27,4 bis auf 3,9° stieg. Die Ursache dieser und ähnlicher starker Schwan- kungen ist wahrscheinlich in der über dem Erdboden herrschenden Temperaturumkehr zu suchen. Es bilden sich dann Luftwirbel, die fortwährend Luftteilchen aus andern Schichten und infolgedessen von andern Tempe- raturen an den Thermometern vorbeiführen. Die Registrier- kurven sind in solchen Fällen sehr merkwürdig, sie zeigen ausserordentlich starke Elementarschwingungen der Temperatur, die in der Regel 1 2° betragen und ganz schnell erfolgen. Sie sind keineswegs eine Folge der ver- schiedenen Bestrahlung, da jeder Strahlungseinfluss aus- geschlossen war. Vielleicht waren die wahren Schwankungen sogar noch grösser und erfolgten noch schneller, als es der Thermograph wegen seiner Trägkeit hat festhalten können.

In Figur 8 zeigt die untere Kurve sehr schön diese starken Elementarschwankungen. Zum Vergleich diente eine Woche des Mai, in welcher durch Nebelbildung die Wirkung der Sonnenstrahlen stark verringert war, so