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erhalten. Aber die auf diese Weise erhaltenen Thermo- gramme zeigen deutlich, dass der Thermograph unter diesen Umständen nicht mehr imstande war, den schnellen Schwankungen der Lufttemperatur zu folgen. Das Ver-— fahren musste nach wenigen Versuchen aufgegeben werden. Die auf diese Weise nicht vermeidbaren Stôrungen der Registrierungen durch die Schneestürme lassen sich auf verschiedene Ursachen zurückführen. In den weit- aus meisten Fällen wurde die Oeffnung, durch welche der Uebertragungshebel in das Gehäuse führt, mit Schnee verstopft, so dass die Feder unbeweglich wurde. Zuweilen drang auch soviel Schnee in das Gehäuse des Thermographen ein, dass das Uhrwerk gebremst oder die Tinte ausgelöscht wurde. In solchen Fällen musste oft der Thermograph hereingeholt und gereinigt werden. Da- bei schmolz der Schnee. Wenn man nun nicht wartete, bis alles Wasser verdampft war, was natürlich kaum fest— zustellen war, so fror das Uhrwerk beim Hinausbringen ins Freie fest. Die Folgen sind mehr oder minder be— trächtliche Lücken in den Registrierungen, namentlich in den Monaten November, Januar und Februar.
Die Bestimmung der stündlichen Werte der Temperatur aus den Registrierkurven erfolgte in derselben Weise wie bei den Barogrammen mit einer Glastafel, die mit passender Skala versehen war. Die Basiswerte sind auch hier die Terminablesungen an einem ½ o-Thermometer(Quecksilber), aus deren Differenzen gegen die entsprechenden Ablesungen der Registrierung wieder für jedes Blatt eine mittlere Korrektur berechnet wurde, die zu jedem abgelesenen Werte zu addieren war. Dann wurden in derselben Weise wie für den Luftdruck die Mittelwerte pro Stunde und Tag gebildet, letztere wieder nach der Formel
12, 12,
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