Aufsatz 
Einige Ergebnisse der Registrierung von Luftdruck und Temperatur auf der Danmark-Expedition nach Nordostgrönland / von Walther Brand
Entstehung
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16 Diese wurden nach der Formel berechnet:

I 7 ae.n., 2... 11 124.

Aus den Tagesmitteln wurde dann das Monatsmittel be- stimmt. Ferner wurden noch die gröõssten und kleinsten Werte mit ihrer Differenz für jeden Tag samt den ent- sprechenden Durchschnittswerten festgestellt. Die Zeit- angaben beziehen sich dabei auf mittlere Ortszeit. Sie sind im allgemeinen auf+ 10 Minuten sicher.

Zur Registrierung der Temperatur standen der Ex- pedition 3 Thermographen zur Verfügung. Zwei waren von der Firma Fuess käuflich erworben, u. z. sind es die billigen Modelle, sog. Bimetallthermometer, in der einfacheren, namentlich für technische Zwecke gebräuchlichen Ausführung. Der 3. Thermograph war vom Kgl. Preussischen Meteoro- logischen Institut zu Berlin geliehnen. Dieser war mit Strahlungsschutz versehen und enthielt ein Bourdonrohr, das mit Amyl-Alkohol gefüllt war. Amyl-Alkohol gefriert sonst meist bei 200C; das vorliegende Instrument er- trug noch am 7. Oktober 1906 etwa 140, aber beim Papierwechsel am 8. erstarrte, wohl infolge der Erschütterung, die Flüssigkeit bei etwa 13⁰°, wobei die Feder, wie das Barogramm zeigt, plôtzlich auf 4° heraufschnellte, wo sie allen Temperaturschwankungen zum Trotz fast wage recht weiter schrieb. Nachdem das Instrument dann im Hause aufgetaut worden war und hier wieder ordnungs- mässig registrierte, wurde es bei einer Temperatur von 22°nochmals ins Freie gebracht. Es registrierte hier 16 Stunden lang ungestõrt, offenbar mit unterkühlter Flüssigkeit. Dann schnellte die Feder plötzlich wieder von 20°auf 8⁰ und wurde unbeweglich. Der Inhalt des Bourdonrohres war also wieder erstarrt und die beim Erstarren frei werdende Wärme bewirkte die starke Temperatursteigerung. Man sieht hieraus, dass derartige