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Das Resultat der botanischen Untersuchungen besteht neben den biologischen Beobachtungen in einem vollstän- digen Herbarium und einer Sammlung von Moosen, Flechten und Plankton.
Magnetische Beobachtungen bezogen sich auf die monat- lichen Bestimmungen von Debklination, Inklination und Hori- zontalintensität. Dann wurden luftelektrische Messungen über das Potentialgefälle und die Leitfähigkeit der Luft an— gestellt, ferner zahlreiche Beobachtungen an Nordlichtern gemacht-
Die meteorologischen Beobachtungen brachten wichtige Beiträge zur Kenntnis der polaren Meteorologie. Besonderes Interesse verdienen die aerologischen Experimente, indem zum ersten Male im Rahmen einer Polarexpedition syste- matische Versuche mit Drachen- und Fesselballonaufstiegen gemacht wurden. Es gelangen, oft unter den schwierigsten Umständen, sogar bei Schneestürmen, etwa 100 Drachen- und 25 Fesselballonaufstiege mit Registrierinstrumenten, welche bis zu Höhen von 3100 m bezw. 2400 m führten und Aufschluss über Wind, Temperatur und relative Feuchtigkeit in den hôheren Luftschichten brachten. Der zur Füllung verwandte Wasserstoff war in Stahlflaschen unter einem Druck von 150 Atmosphären komprimiert mitgeführt. Durch diese Drachenaufstiege konnte auch die eigentümliche Temperaturschichtung festgestellt werden, die die Ursache von häufig beobachteten Luftspiegelungen war. Es gelang auch, neben zahlreichen Zeichnungen von solchen auch Photographien, wohl die ersten, zu erhalten.
An der Hauptstation sowohl wie an der im zweiten Winter für sieben Monate eingerichteten zweiten meteoro- logischen Station in Pustervig, die zur Untersuchung des Fjordklimas im Gegensatz zur Aussenküste dienen sollte, wurden dreimal täglich Ablesungen vorgenommen über Luftdruck, Temperatur, relative Feuchtigkeit, Windrichtung, Windgeschwindigkeit und Bewölkung. Gleichzeitig waren


