ſehen von aller individuellen Glaubensfarbe, einen größeren Gewinn und eine beſſere Bürgſchaft für Ihr künftig Glück nicht werden von hier mitnehmen können, als die, daß Sie alle Aergerniß überwunden und mit Allem, was Sie ſind und haben, Dem freudig zugeſchworen haben, der da iſt und bleibet der Heiland der Welt. Amen.
Nachſchrift des Directors
zur
Geſchichte des Seminars.
Wegen Mangels an geprüften Candidaten zur Beſetzung geiſtlicher Stellen war es als wünſchenswerth erachtet worden, die im Herbſte 1848 in das Seminar aufge⸗ nommenen Zöglinge desſelben früher, als gewöhnlich, zu entlaſſen. Es wurden da⸗ her, nachdem am 20. März 1849 die Arbeiten des Winterhalbjahrs beendigt waren, ſofort am 21. desſelben diejenigen des Sommerhalbjahrs begonnen und die Oſterferien auf die Char⸗ und Oſterwoche beſchränkt, zugleich auch, um den Candidaten mehr Zeit zu Privatarbeiten zu gewähren, eink practiſch ⸗exegetiſche Vorleſung für den Sommer ausgeſetzt. Hiernach konnte das Sommerhalbjahr am 23. Juli geſchloſſen werden und es fand an dieſem Tage die Entlaſſungsfeier Statt, bei welcher Herr Profeſſor Bauer die Rede hielt.
Zur Aufnahme in das Seminar hatten ſich im Herbſte zehn Studierende gemeldet. Nach den Ergebniſſen der vom 15. October an gehaltenen ſchriftlichen und mündlichen Prüfung wurden in dasſelbe aufgenommen:
1) Herr Adolph Dieffenbach von Herborn;
2)„ Ludwig Kleinſchmidt von Idſtein;
3)„ Heinrich Mannes von Langenſchwalbach;
4)„ Karl Peter Philippar von Freiendiez;
5)„ Julius Schultz von Wiesbaden;


