3. Singen. für Sopran, Alt, Tenor und Baß gebildet, mit
VII. Kl. wöch. 2 St. Treffübungen; ein⸗ und zwei⸗ welchem Choräle, Pſalmen, Motetten und Choral⸗
ſtimmige Liedchen; einſtimmige Choräle. Schirg. lieder für 4—8 Stimmen eingeübt wurden. Wöch.
VI. Kl. wöch. 2 St. Treffübungen; zwei⸗ und drei⸗ 3 St. Bogler. 1
ſtimmige Liedchen; einſtimmige Choräle. Der⸗
firn chen⸗ einſimmnige o 4. Körperübungen.
Nachhilfeklaſſe wöch. 1 St. Tonleiter und ein⸗ Alle Klaſſen im Sommer wöch. 4 St. Riegen⸗
ſtimmige Choräle. Derſelbe. turnen im Freien an den Apparaten. Im Win⸗
Von den geübteren Schülern ſämmtlicher Klaſ⸗ ter Einüben der Vorturner nach Eiſelen. de
ſen und des Realgymnaſiums wurde ein Geſangchor Laspée.
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C. Aeſthetiſche Bildung.
Außer den Mitteln, welche die im Lehrplane enthaltenen Unterrichtsgegenſtände für dieſe Aus⸗ bildung nachweiſen, bietet ſich hier vielfache Gelegenheit zu Privatunterricht nicht nur für Weiterbildung im Geſang und Zeichnen, ſondern auch für jede Art der Muſik, für Malen, Tanzen, Reiten, Fechten und Schwimmen. Den, jedoch nur fleißigen Schülern der Prima geſtatteten und um einen ermäßigten Preis ertheilten Unterricht im Reiten benutzten in dieſem Schuljahre 6 Schüler.— Im Allgemeinen trägt zur Ausbildung des Schönheitsſinnes der Aufenthalt der Schüler in meiſt gebildeten Familien, ſowie das Leben in der größeren Stadt mit ihren verſchiedenen Kunſtſammlungen, Konzerten, öffent⸗ lichen wiſſenſchaftlichen Vorträgen, Geſellſchaften, dem Theater u. ſ. w., deren Beſuch denſelben mit der durch ihr Verhältniß gebotenen Beſchränkung von dem Gymnaſium geſtattet wird, Vieles bei. Auch darf ich hier nicht unerwähnt laſſen, daß die hieſige verehrliche Kaſinogeſellſchaft immer je 12 Primanern den Zutritt zu ihren Bällen geſtattet und dadurch die Anſtalt zu Dank verpflichtet hat.
D. Disziplin.
Mit dem ſittlichen Verhalten der Schüler konnte die Anſtalt im Ganzen zufrieden ſein. Grö⸗ bere Vergehen gegen die Geſetze ſind ihr nicht zur Kenntniß gekommen. Die Bemühungen der Lehrer in Ueberwachung der Zöglinge fanden bei der bei Weitem überwiegenden Mehrzahl der Eltern und Hauswirthe bereitwillge Mitwirkung. Ohne dieſe iſt in der größeren Stadt eine genauere Aufſicht über die Schüler nicht möglich, weshalb das Gymnaſium auch die wiederholte Bitte an Alle richtet, die es mit der Jugend wohlmeinen, darin Hand in Hand mit ihm zu gehen und ihn ihre Unterſtützung auch fernerhin zu Theil werden zu laſſen.
E. Phyſiſches Wohl der Lehrer und Schüler.
Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler bot im Allgemeinen keine ungewöhnliche Er⸗ ſcheinungen, wenn auch einzelne Lehrer und Schüler, bald auf kürzere bald auf längere Zeit, einer der letzteren ſogar faſt das ganze Schuljahr hindurch, ihrer Geſundheit wegen die Lehrſtunden ausſetzen mußten. Von epidemiſchen und anſteckenden Krankheiten iſt die Anſtalt verſchont geblieben.
II. Chronik des Gymnaſiums.
Anfang des Schuljahres mit der Prüfung der neu Aufzunehmenden den 11. April 1861.— Den 17. deſſelben Monats Einführung des Elementarlehrers Schirg in ſeinen Dienſt.— Den 18.


