Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
Einzelbild herunterladen

8

Stephanus, Damm, Lobeck rhem. p. 274 und erklären ebenfalls ⸗n durchverschwägert, in- dem sie die Blutsverwandten davon ausschliessen. Damit stimmt der homerische Sprachgebrauch nicht überein. In der vom Et. M. angezognen Stelle z. B., wo Priamus die Helena herbeiruft: òꝓ†ꝓρα 10 r⁶ εεν τε πσe xεπνονς e Gilove re, ist es viel natürlicherVerwandte und Freunde zu übersetzen, alsSchwäger und Freunde. Helena wundert sich ja auch, den Kastor und Pollux nicht zu sehen, ανυτοοααασαρνηννννι τ dOο αεiατο enp. Damm's Erklärung im lex. hom.Schwäger und Verwandte, wonach ixo die Blutsverwandten bezeichnen soll, ist verfehlt. cf. Schol. II. V, 695, wo erklärt wird: roον dyôpa, robe Tevere, rode Pidovg, d05 ιενανεε EXbvn rode ⁴εε*νςονςσ.

Auch 0d. 23, 118 νά⁴αο τε S'να ꝙτ‿ᷣ ασeτoxreiv erl Sntc

un* ol⁵lον ιισι ἀτοοσονπννοε dτιαυ

ceupen nobe re rOALrOp lAll ArSd A.α. heisst Verwandte schlechthin.

0d. 8, 581 5 rlg roα‿ν νναα ππds dmεςᷣνστο Fιινει τπↄτ̈

50 A.,g 6, 7ααορσ πιπεέερ; ot e Hᷣdeνααασ

e*˙⁸οπσοοι παι³α‿ε:ωσι μεν mαάμ τe*έωνοο αάεμσαςνν. liegt es näher an Seitenverwandte bei ⸗ς zu denken, indem sich 7αόρροςσ ¹ erSepég Als Epexegese daran anschliesst. Aber auffallend bleibt es immer, dass die Blutsverwandten nicht erwähnt sind und die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, auch an dieser Stelle das Wort all- gemeiner zu fassen. Ebensowenig in der einzigen noch übrigen Stelle Od. 10, 441, wo Eury- lochus, der Schwager des Odysseus, ⸗nòs genannt wird, jedoch mit dem Zusatze εαeνλσά̈̈ νeν, aus dem sich der weitere Umfang des zu Grunde liegenden Begriffs ergiebt. Jedenfalls nöthigen die Homerischen Stellen dazu, von der BedeutungVerwandter auszugehn, wie denn auch die Alten selbst, wo die Etymologie nicht unmittelbar ins Spiel kommt, thun. So Hesych. s. v. xαντιαισρεεες, oixetot nd ανμνιιυννινενασρꝙε(ονσ(l. ενες. Dass αακᷣ eine Wei- terbildung von α ist und ˙εαιααιραα dasselbe wie ⸗α πκε, unterliegt keinem Zweifel(cf. Abr. diall. II, 143. Lob. rhem. p. 8. Schmidt ad Hes. I. I.). Auch der Schol. ad Nic. ther. 3. erklärt, noo bedeute Sihov, ouppevi zo*b ον à Bακε εας olxεrov. Wenn dem so ist, so fällt damit die Herleitung von αονα, erwerben, weg, denn auf die Verwandten überhaupt passt die BezeichnungErworbene nicht.

Dagegen scheint mir Doederlein H. Gl. 813 Recht zu haben, wenn er ε mit rep- Sepog verbindet und nur darin zu irren, dass er beide durch raleuy, schlagen, woraus xdoxewv, leiden, entstanden sein soll, vermittelt und aus dem Begriff des Leidens den der Verwandtschaft hervorgehen lässt, gestützt auf ενο, Sorge und Verwandtschaft. Was zuerst ralew" und xaserv anlangt, so liegen diese so weit auseinander, wie die entspre- chenden lateinischen Wörter pavire und pati, von denen das erstere zeigt, dass aiewν entstanden ist aus xapterv(Benf. WL. II, 77), während αε rv von Bopp 6. S. mit grosser Wahrscheinlichkeit auf skr. ê badh-vadh zurückgeführt wird. rsySepò; aber, das unterliegt keinem Zweifel, kommt von V xevs, skr. bandh, d. bind-en, und heisst also eigent- lichder Verbundne. Die Schwächung des zu e ist durch die Position hervorgerufen, wie bei τενοςα im Vergleich zu ιοσ, 8680 zu 8Sog, rνον neben eν2 άνν, Iy½ovoa neben