Aufsatz 
Griechische Etymologien / von Emanuel Bernhardt
Entstehung
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Griechische Etymologien.

1) Jog.

Aus dem Bekker'schen Homer ist das Wortσνοοσο ganz verschwunden und Fièco an seine Stelle getreten. Zur Rechtfertigung seines Verfahrens verweist der Herausgeber in der Note zu II. 2, 2 auf Buttmann's Lexilogus 1, 179 sqq. Dort wird gelehrt, dass Ʒωνν(FH⁵ο) das allein ächt Homerische Wort sei und»fè́ sich erst eingeschlichen habe, als man sich des Digamma nicht mehr bewusst gewesen sei. Da habe man zuerst an mehreren Stellen (II. 2, 2 Ala d'5⸗ Ee ¹,èog erog. 10, 91 àxel oOdHOε εν Jμαϊ 4ιόι deπανο. 14, 242 ροοσοσ鶆ς νεεᷣ Jᷣ Tvos. 0d. 4, 793 r6 Gvuõeiν d ρ ⁴ιμόά⁴νουιαόν oεσπκιε ³⁵νινυινασ Sroc) zur Vermeidung des Hiatus ein» εcßedævoriy eingeschohen, also obæ e Brog gesprochen, sich so an das» vor 5ω̈☛q¶¶smᷣzewöhnt und es auch an den Stellen vor das Wort gesetzt, wo ein Grund zur Einschiebung sonst gar nicht vorhanden war. Am leich- testen wurde man dazu verführt, wenn, wie Il. 10, 187 Gᷣ νν v½εοο Ʒπινοσ πταρονιυ 5XGAer und 14, 354 85 S Lerd fee Ar vièog öwog, das vorhergehende Wort mit einem» schloss, dann schlich sich aber dasdem Ohre wohlgefällige íog auch an die übrigen Stellen ein, Il. 16, 454 nach za, 0d. 13, 79 nach r, endlich am Versanfang Il. 14, 254. 23, 63.(h. i. Ven. 172. h. i. Pan. 16.) So wurde vsowog allgemeine Schreibweise, wie sie den Alexandrinischen Grammatikern vorlag.

Gegen diese Ansicht Buttmann's erheben sich wesentliche Bedenken:

1) 5dvuos ist ein Wort, über dessen Ableitung von ουοε kein Zweifel sein kann und das jedem Griechen verständlich sein musste, vso wog dagegen ist schwierig und zweifelhafter Herkunft. Wie lässt sich nun denken, dass man an die Stelle des verständlichen Worts ein unverständliches gesetzt habe und zwar an Stellen, wo auch nicht der Schein eines Grundes dazu vorhanden war? Denn dass vidèvs dem Ohre wohlgefälliger gewesen sein sollte, als 1Soc«, ist durchaus nicht abzusehen. Vielmehr, wenn das eine von beiden Wörtern auf die Entstehung des andern eingewirkt hat, ist es viel natürlicher anzunehmen, dass sich nach dog ein oog bildete, als umgekehrt. Das stimmt denn auch damit überein, dass ωάνισ in der Ueberlieferung später auftritt, zuerst im hymn. in Merc. 241. 449 und bei Hesiod, und den alten Grammatikern als eine Corruption aus viôvος galt.(cf. Lob. path. 1, 115. Posido- nius Hesiodum rèprehendit, quod ωιαοωαο dixerit a*⁴ν 1οο Aεεέαν επα αἀ̈ S s.)

2) Wenn Homer das Wort 5ovεs kannte, so ist es höchst auffallend, dass er es nur als stehendes Beiwort des Schlafs verwendet und sonst gar nicht gebraucht, z. B. nicht als Bei- wort des ε ν, das er so oft ο% nennt, oder in andern Fällen.