6)„Das Glöcklein des Glücks“, von Seidl, vorgetragen von dem Quartaner Theodor Wiß⸗ mann. 7)„Nimm deine ſchönſten Melodieen“, von Abt. Männerchor. 8)„Die Brandenburger“, von Gruppe, vorgetragen von dem Tertianer Peter Egenolf. 9)„Fehrbellin“, von Minding, vorgetragen von dem Unterſecundaner Valentin Kehrein. 10)„Frühlingsgruß an das Vaterland“, von Schenkendorf, vorgetragen von dem Oberſecundaner Johann Speyer. 11) Feſtworte, geſprochen von dem Director. 12)„Salvum fac Regem“, von Naue. Gemiſchter Chor.— In der Feſtrede wurden die Hauptmomente der Geſchichte des preußiſchen Hauſes der Hohenzollern entwickelt.
Für den Nachmittag war ein gemeinſchaftlicher Spaziergang der Lehrer und Schüler beab⸗ ſichtigt. Da aber der ungünſtigen Witterung wegen derſelbe nicht unternommen werden konnte, ſo wurde ſtatt deſſen eine heitere Unterhaltung mit Geſängen, Declamationen und dramatiſchen Aufführungen im Kreiſe der Schule in dem Saale des Gymnaſiums veranſtaltet, welche, ob⸗ gleich die Vorbereitungen dazu größtentheils erſt Nachmittags und in Eile getroffen waren, ihren Zweck nicht verfehlte.
Zu der Maturitätsprüfung am Schluſſe des vorigen Schuljahres waren 17 Schüler der Oberprima zugelaſſen. Der mündliche Theil dieſer Prüfung fand am 5., 6. und 7. März unter der Leitung des unterzeichneten Berichterſtatters ſtatt. Dieſelben, nämlich Adam Diefen⸗ bach aus Wirges, Adolf Ferber aus Straßebersbach, Melchior Gelhard aus Ransbach, Joſeph Gruber aus L.⸗Schwalbach, Karl Hatzfeld aus Driedorf, Philipp Hellbach aus Hachenburg, Joſeph May aus Hadamar, Johannes Orth aus Ems, Friedrich Panthel aus Ems, Johann Peuſer aus Camberg, Peter Schwarz aus Niedertiefenbach, Peter Joſeph Spahn aus Winkel, Wilhelm Weil aus Niederbrechen, Georg Weſener aus Hadamar, Emil Weyher aus Hadamar, Jakob Wolf aus Limburg, Eduard Zirvas aus Montabaur, wurden ſämmtlich für reif erklärt. Von denſelben wollten Diefenbach, Gruber, Peuſer, Spahn, Wolf und Zirvas Theologie, Weſener Philologie und Geſ hichte, May neuere Philologie, Ferber, Gelhard, Hellbach, Panthel und Weil Jurisprudenz, Hatzfeld Forſtwiſſenſchaft, Orth, Schwarz und Weyher Arzneiwiſſenſchaft ſtudiren. Zu Ende des Sommerſemeſters waren die Oberprimaner Karl Bücher aus Kirberg und Philipp Fachinger aus Limburg zur Maturitätsprüfung zugelaſſen; beide wurden für reif erklärt und der erſtere ging zum Studium der Philologie, der letztere zum Studium der Jurisprudenz über.
Zu der Maturitätsprüfung am Schluß des jetzigen Schuljahres ſind 9 Schüler der Ober⸗ prima zugelaſſen. Die ſchriftliche Prüfung derſelben fand in den Tagen vom 20. bis zum 23. Februar ſtatt. Das Ergebniß wird im nächſten Programme bekannt gemacht werden.
Die gemeinſchaftliche Feier des h. Abendmahls fand für die katholiſchen Lehrer und Schüler am zweiten Faſtenſonntag, für die evangeliſchen am 4. November ſtatt. Das Feſt der erſten h. Communion feierten 21 katholiſche Schüler am erſten Sonntag nach Oſtern, das der Confirmation 7 evangeliſche Schüler am erſten Pfingſttage.


