Aufsatz 
Zur französischen Orthoepie, mit besonderer Berücksichtigung schwebender Fragen
Entstehung
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C. Runſtübungen.

1. Schönſchreiben. VII. Cl. Einübung der deutſchen und lateiniſchen Alphabete. Anwendung der eingeübten Buchſtaben. 2 St. VI. Cl. Fortgeſetzte Uebungen in deutſcher und la⸗ teiniſcher Schrift. 2 St. V. Cl. Wie in der vorhergehenden Claſſe; Uebungen im Fracturſchreiben. 2 St. Decku.

2. Zeichnen.

VII. Cl. Erſte Anfangsgründe im freien Zeichnen grader Linien in verſchiedenen Lagen und Winkeln und daraus entwickelter ſymmetriſcher Figuren; die Bogenlinien zu leichten Ornamenten, Gefäßen und Pflanzenformen an⸗ gewandt, die alle in größerem Maßſtabe auf die Wand⸗ tafel vorgezeichnet wurden. Im Winter: Eintheilung und Zeichnung des menſchlichen Kopfes, theilweiſe auch nach der Wandtafel. 2 St.

VI. Cl. Im Sommer: Erſte Uebungen im Feder⸗ zeichnen; Anfangsgründe des Landſchaftzeichnens. Im Winter: Fortſetzung des Kopfzeichnens. 2 St.

V. Cl. Fortſetzung aller bisherigen Uebungenz ſchattirte Köpfe und Landſchaften. 1 St. Die Anfangsgründe im perſpectiviſchen Zeichnen. 1 St.

IV. Cl. Die bisherigen Uebungen erweitert. 1 St. Das perſpectiviſche Zeichnen auf die Darſtellung größerer Räumlichkeiten angewandt. 1 St.

Selecta: Landſchaft⸗, Thier⸗ und Figurenzeichnen mit Bleiſtift und Waſſerfarben.

Zeichenlehrer Diefenbach.

3. Geſangübungen.

VII.& VI. Cl. Elementargeſangübungen; ein⸗ und zweiſtimmige Lieder und Choralſätze nach Anthes Geſang⸗ ſchule. 2 St.

Einübung der beiden Sängerchöre. 2 St. Decku.

D. Körperübungen.

Während des Sommers wurden unter Leitung des Collaborators Leyendecker die Körperübungen der Schüler auf dem Turnplatze des Gymnaſiums betrieben und damit auch militäriſche Exercierübungen verbunden, welche der Gymnaſialpedell Keßler leitete. Unter deſſen Leitung wurden auch die Schwimmübungen der Schüler betrieben. Den Winterehindurch fanden Turnübungen einer Auswahl von Schülern, vornehmlich für den Zweck ihrer Ausbildung zu Vorturnern in der Turnhalle des Gymnaſiums ſtatt.

C. Sonſtige Verhältniſſe.

Die Haltung der Schüler war auch in dieſem Schuljahr derartig, daß nur in vereinzelten Fällen ernſtere Maßregeln zur Aufrechthaltung der guten Ordnung angewandt werden mußten.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler war zwar im Allgemeinen weit günſtiger als in dem vorigen Schuljahr, indem verhältnißmäßig nur wenige Fälle von Erkrankungen vorkamen; aber es iſt doch wieder von mehreren Todesfällen zu berichten. Gleich im Anfange des Schuljahrs hatte die Anſtalt den Verluſt von zwei braven Schülern zu beklagen. Am 25. April ſtarb Heinrich Hoffſümmer aus Hadamar, im vorigen Schuljahr Schüler der Tertia, nach langem Leiden an der Lungenſchwindſucht. Am 1. Mai erlag Karl Wirth aus Hadamar, im vorigen Schuljahr Schüler der Unterprima einem langen Unterleibsleiden. Beide wurden unter Betheiligung aller Lehrer und Schüler zur Erde beſtattet und für Beide wurden von dem Gymnaſium feierliche Exequien veranſtaltet.

Am 15. Februar ſtarb nach längererem Leiden an einem Bruſtübel im elterlichen Hauſe zu Limburg der Unterſecundaner Franz Mehlhaus, ebenfalls ein braver Schüler. Zur Theilnahme an ſeiner Beerdigung begaben ſich die Schüler ſeiner Klaſſe, geführt von ihrem Ordinarius und ihrem Religionslehrer, nach Limburg und erwieſen ſo ihrem Mitſchüler die

letzte Ehre.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Das Jahr 1866 muß auch für die Geſchichte des Hadamarer Gymnaſiums an ſich als ein beſonders denkwürdiges bezeichnet werden. Denn in dieſem Jahre trat dasſelbe, da das