Aufsatz 
Schluss des alten und Eröffnung des neuen Gymnasiums in Elbing / von Oberlehrer Anger
Entstehung
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Glückwünsche; desgleichen die früheren Schüler Schrock, Arnheim, Neumann-Hart- mann und Dr. Hermann Is aac.

Aus Magdeburg war folgendes Telegramm eingelaufen: Semester sechsundneunzig sind's, seit der Gratulant Am stillen Elbingstrome die erste Lernstätt' fand. Mehr hat seitdem gelernt er, viel vergessen auch, Viel sich herumgeschlagen nach fahrender Schüler Brauch; Doch denket stets in Treue und bis zum Lebensschluss Elbings und wünscht ihm Segen der Scholar Clericus.*)

Herr Baudirector Zimmermann in Hamburg übersandte folgenden telegraphischen Glückwunsch: Schon ein Menschengeschlecht schwand hin, seit der Schul' ich entwachsen: Immer noch Dankes erfüllt denk' ich mit Liebe zurück An den verehrten, den würdigen Mann, der allen ein Freund war Und uns mit liebender Hand aufwärts die Pfade geführt.

Aus Breslau lief folgender Glückwunsch ein:

Philipp, Meyer, Passarge, tres Gymnasii Elbingensis alumni, hoc die festo almae literarum matri gratis gratulantur animis. Floreant literae in novis aedibus, ut adhuc floruerunt in priscis.

Auch in dem Telegramm des Universitätsprofessors Dr. v. Martitz in Tübingen spricht sich das Gefühl innigster Theilnahme und herzlichster Dankbarkeit aus:»Ein dankbarer Schü- ler des Gymnasiums nimmt an des heutigen Tages Festfreude herzlichen Antheil. Nur das Haus sei neu; alt aber bleibe in ihm der Geist echter Wissenschaft, die Pflege edler Humani- tät und der Sinn für praktische Freiheit.

Zu diesen Glückwünschen gesellen sich noch zwei werthvolle Gaben, die eine darge- bracht von einem früheren Schüler, die andere von einem Lehrer der Anstalt.

Herr Buchhändler Beyer in Königsberg i. Pr., ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums während der Jahre 1830 bis Michaelis 1838, übersandte dem Director eine stattliche Reihe von Bänden und zwar je ein Exemplar derjenigen Bücher und Schriften, die während seiner buch- händlerischen Thätigkeit in seinem Verlage, wenn auch unter verschiedenen Firmen, erschienen sind, mit der Bitte, dieselben in die Bibliothek des Gymnasiums aufnehmen zu wollen, indem er zugleich die lebhaftesten Wünsche für das Gedeihen der Anstalt hinzufügt.

Herr Prof. Dr. E. Volckmann hatte eine Festschrift»zur Erinnerung an den Aus- zug aus dem von dem Rathe der Stadt Elbing 1535/36 gegründeten Gymnasium« betitelt:»Das städtische Gymnasium zu Elbing« herausgegeben. Dieselbe enthält eine übersichtliche Dar- stellung der Geschichte des Elbinger Gymnasiums und im Anhange die Reihenfolge der Rectoren von 1535 1882 und ein Verzeichniss sämmtlicher vom Jahre 1803 1882 mit dem Maturitäts- zeugnisse entlassenen Schüler des Gymnasiums.

*) Ludwig Clericus besuchte das Gymnasium von Mich. 1834 bis 1842; stud. in Königsberg jura; später Redacteur des»Herold«; seit 1880 Redacteur der»Pallas« und Secretair des Magdeburger Kunstgewerbe-Vereins.

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