Aufsatz 
Du Principe rhythmique de la langue francaise
Entstehung
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27 C. Aeſthetiſche Bildung.

Da ſich in dieſer Hinſicht die Verhältniſſe nicht weſentlich geändert haben, ſo verweiſen wir auf S. 28 des vorjäͤhrigen Programms.

D. Disciplin.

Sehen wir in die gegenwärtigen Zeitverhältniſſe hinein; ſo drängt ſich uns bald die Ueber⸗ zeugung auf, daß es ganz beſonders noth thut, alle Staatsangehörigen für die Lehren des Chriſten⸗ thums zu gewinnen und zu begeiſtern. Wohin die Religionsloſigkeit den Staat und die einzelnen Staatsangehörigen führt und führen muß, das haben die letzten Jahre nur zu ſattſam gezeigt. Darum ſucht man allenthalben durch größere Heilighaltung der Sonn⸗ und Feſttage, durch lebendigere Religioſitat in den Schulen ꝛc. dem Uebel zu ſteuern. Und gewiß, es darf kein rechtliches Mittel unbenutzt bleiben, welches geeignet iſt, die Religioſität in Alt und Jung zu fördern. Vor allem müſſen hier bei der Jugend elterliches Haus, Kirche und Schule zuſammenwirken. Das elterliche Haus ſoll nach Gottes heiligem Willen und Rathſchluß durch alle Geſchlechter hindurch die erſte und weſentlichſte, durch die Religion und Natur zugleich geheiligte Pflanz⸗ und Bildungsſchule der Jugend ſein. Da ſoll der Grund gelegt werden für die ganze Zukunft des menſchlichen Daſeins, für Zeit und Ewigkeit. Da ſoll der Menſch ſein erſtes Wachsthum empfangen im Geiſte; er ſoll heranreifen als ein würdiges und nützliches Glied der Geſellſchaft, zu ſeinem eigenen Heil und Wohlergehen, zur Freude ſeiner Eltern, zur Ehre der Familie, zum Wohl des Vaterlandes, zum Heil und Segen für Staat und Kirche.

Konnte auch, bei allem Eifer der Schule und dem thätigen Mitwirken manches Hausvaters und Hausherrn(wenn doch einmal Alle das Gute einſehen und ihren wahren Vortheil er⸗ kennen wollten!) nicht allen Ausartungen der Jugend geſteuert werden; ſo geben wir doch mit Freuden der Wahrheit die Ehre, daß die vorgekommenen Ueberſchreitungen im Ganzen ſehr unbedeutend waren. Gilt dies in hohem Grade für das Sommerhalbjahr, ſo gilt es in noch höherem für das Winterhalbjahr, und hier ganz beſonders für die Oberklaſſen, was zum großen Theil im innigen Zu⸗ ſammenwirken der Kirche mit der Schule ſeinen Grund hat.

E. Phyſiſches Wohl.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Schüler des Gymnaſiums unterlag einerſeits den eigenthümlichen Witterungsverhältniſſen beſonders im Herbſte und Winter, wodurch einzelne Lehrer und Schüler auf einzelne Tage dem Unterricht entzogen wurden, andererſeits mußten wir das ſchon oben erwähnte Unwohlſein des Direktors und zweier Lehrer ſchwer empfinden. Herr Prof. Müller war einen halben, Herr Zeichenlehrer Diefenbach einen ganzen Monat durch Unwohl⸗ ſein ſeinem Amte entzogen.

Am 18. December ſtarb nach kurzem Krankenlager der Oktavaner Schneider, nach Anlage, Fleiß, Betragen und Fortſchritten einer der beſten Schüler ſeiner Klaſſe. Er wurde am 20. December von allen Lehrern und Schülern zu Grabe begleitet. Er ruhe in Frieden!

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