Aufsatz 
Beitrag zur philosophischen Propädeutik auf Gymnasien
Entstehung
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B. Chronik. a) Perſonalien.

1. Durch Allerhöchſtes Reſkript vom 26. Februar 1863 wurde der Unterzeichnete zum Direktor und erſten Lehrer der Anſtalt allergnädigſt ernannt und am 7. April von dem Herrn Regierungsdirektor Wachs im Auf⸗ trage Kurfürſtlichen Miniſteriums des Innern auf die Dienſtinſtruktion vom 22. November 1849 eidlich ver⸗ pflichtet. Eduard Goebel, Sohn des zu Brilon verſtorbenen Kreisphyſikus Dr. Ant. Goebel aus Attendorn, wurde geboren am 1. März 1831 zu Hillesheim in der Eifel und erhielt ſeine erſte Vorbildung auf dem Pro⸗ gymnaſium zu Attendorn, dem Gymnaſium zu Muͤnſter und dem jetzt ſog. Marzellen⸗Gymnaſium zu Köln. Wäh⸗ rend der Jahre 1850 1854 widmete er ſich philoſophiſchen und philologiſchen Studien an der Univerſität Bonn, wo er rite den philoſophiſchen Doktorgrad erwarb und ſodann den Prüfungen pro facultate docendi ſich unterzog. Darauf wurde er zunächſt ein Jahr(während des geſetzlichen Probejahres) an dem Gymnaſium zu Aachen und demnächſt bis Oſtern 1856 zu Bonn kommiſſariſch beſchäftigt. Um dieſe Zeit folgte er einem Rufe an das k. k. Gymnaſium in Salzburg, von wo er im Herbſte 1860 als Oberlehrer des neu eröffneten katholiſchen Gymnaſiums an Apoſteln in Köln zurückkehrte. Aus dieſer Stellung wurde er mit Oſtern 1863 durch die Gnade Seiner Koͤniglichen Hoheit des Kurfürſten zu ſeinem jetzigen Amte berufen. Der ſchweren Aufgabe, der mannigfachen Pflichten und der großen Verantwortlichkeit, die er damit übernehmen würde, ſich vollkommen bewußt, mußte er vor dem wichtigen Schritte in die Zulänglichkeit ſeiner Kräfte wohl ernſtlich Zweifel ſetzen, und nur das Bewußtſein redlichen Strebens, das darauf ſich gründende Vertrauen auf den göttlichen Beiſtand, ſowie das Urtheil von Männern, dem er das ſeinige unterordnen durfte, ließen ihn die anfänglichen Bedenken über⸗ winden. Das ehrende Zutrauen der hohen vorgeſetzten Behörden, das freundliche Entgegenkommen und die red⸗ liche Mitwirkung ſeiner geehrten Kollegen berechtigen ihn mehr und mehr zu der Hoffnung, daß es ihm ge⸗ lingen werde, den Obliegenheiten ſeines Amtes gerecht zu werden und gleich ſeinen hochgeſchätzten Vorgängern an der Stätte eines heiligen Bonifacius und Hrabanus Maurus zur Ehre des Höchſten, zum Beſten des Vater⸗ landes und zum Wohle der unſerer Anſtalt anvertrauten Jugend zu wirken. Des walte Gott! Außer ver⸗ ſchiedenen kleinern Abhandlungen und kritiſchen Aufſätzen in der Zeitſchrift für die öſterreichiſchen Gymnaſien, dem Rheiniſchen Muſeum, der Berliner Zeitſchrift für Gymnaſialweſen und den Jahrbüchern für Philologie und Pädagogik erſchienen bisher von demſelben im Drucke: 1) Observationes Lucretianae et criticae et exegeticae als Promotionsſchrift Bonn 1854. 2) Quaestiones Lucretianae criticae Salzburg 1857. 2. Durch Mini⸗ ſterialbeſchluß vom 31. October zu Nr. 9026 wurde der Praktikant Eduard Auth, ſeit dem 8. Auguſt 1862 ein treuer Mitarbeiter und freundlicher Amtsgenoſſe, mit der Aushülfeleiſtung am Gymnaſium zu Rinteln vom 1. No⸗ vember ab beauftragt. 3. Durch Allerhöͤchſte Entſchließung, mitgetheilt durch Miniſterialreſkript vom 31. Oe⸗ tober zu Nr. 8949, wurde der Kandidat des Gymnaſiallehramts Carl Uth zur Abhaltung des Probejahres als Praktikant am hieſigen Gymnaſium zugelaſſen. 4. Durch Allerhöchſtes Reſkript vom 11. Auguſt, mitgetheilt durch Miniſterialbeſchluß vom 7. November zu Nr. 9267, wurde der beauftragte Lehrer, Reallehrer Pfarrer Breunung, zum ordentlichen Lehrer am hieſigen Gymnaſium mit dem Normalgehalte fünfter Klaſſe von 600 Thalern, vom 1. September desſelben Jahres ab, allergnädigſt beſtellt. Gleichzeitig wurden die Gehälter ſämmtlicher Lehrer um je 200 Thaler erhöht, was nicht nur die unmittelbar Betheiligten, ſondern auch der über dieſe Verbeſſerung der materiellen Verhältniſſe ſeiner Kollegen hoch erfreute Direktor dankbar begrüßte. Es