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7. Mathematik.— a. Geometrie: Lehre von den Winkeln und Parallellinien; Kon- gruenz der Dreiecke; der Parallelogramme; der Kreis. Leichte Konstruktionen n. Kambly. — b. Algebra: Begriff und Einführung der negativ, Zahl; die 4 Species in allgemeinen Zahlen, Potenzen mit ganzen Exponenten; Ausziehen der Quadratwurzel, Gleichungen des ersten Grades mit einer u. mehr. Unbekannten, nach Lauteschläger. 4 St. Spranck.— c. Rechnen: Ge- winn- und Verlustrechnung; Zinsrechnung; zusammengesetzte Regeldetri; Gesellschafts- und Mischungsrechnung; n. Rechenbuch v. Schellen. 2 St. Glaser.
8. Naturgeschichte.— Im S.-S. Botanix: Einführung in das natürliche System und Betrachtung leicht erkennbarer Familien derselben. Im W.⸗-S. Zoologie: Die Reptilien, Amphibien und Fische nach Schilling. 2 St. Zins.. 9. Zeichnen.— Figuren mit gebogenen Linien und mit Spirallinien nach Kumpa's Zeichenschule, 3. und 4. Abteilung. Schattierungen architektonischer Grundformen. 2 St. Hoffmann.
11. Gesang.— Kombiniert mit I., II. und IV.
12. Turnen.— Sämtliche mit † bezeichneten 2 Stufen des Leitfadens; reigenartige taktogymnastische Uebungen; Glieder-, Gerüst- und Stabübungen; Schwungseil, Hoch- und Weitsprung. 2 St. Dannhof..
Quarta. Ordinarius: Ordentlicher Lehrer Dr. Proescholdt.
1. Religion.(Evangel.) Einj. Kursus.— a. Kirchenlieder: Wiederholung der in den unteren Klassen gelernten Lieder. Neu hinzu gelernt wurden: No. 2, 28, 104, 142, 160, 177 V. 1—4, 290.— b. Die biblische Geschichte des A. T. von der Gesetzgebung auf Sinai bis Esra und Nehemia.— c. Katechismus: 1. und 2. Hauptstück(1l und 2 wiederholt; neu 3. Artikel und 3. und 4. Hauptstück ohne Erklärung.— d. Bibelkunde: Einteilung der Bücher des alten und neuen Testaments. Die kirchlichen Feste. 2 St. Schmidt.
(Die katholischen und israelitischen Schüler kombiniert mit den mittleren Klassen.)
2. Deutsche Sprache.— Wiederholung der Wortlehre nach Spiess und Berlet, deutsche Schulgrammatik, 2. Kursus§ 1— 61. Satzlehre§ 67— 83. Orthographie nach dem Regel- und Wörterverzeichnis für preuss. Schulen.— Lesen und Erklären pros. und poet. Stücke aus Hopf und Paulsiek für IV.; Nacherzählen. Deklamation erklärter Stücke.— Dik- tate und Aufsätze nach vorheriger Besprechung. 5 St. Schmidt.
3. Französische Sprache.— Wiederholung d. Pensums der Quinta. Lektion 1— 23 der Schulgrammatik von Ploetz. Exercitien, Extemporalien, Formenscripten und Diktate. — Lektüre: Auswahl aus Lüdecking's Französischem Lesebuch, Tl. I.; Retroversion.— Er-
lernen von Vokabeln nach dem Petit Vocabulaire von Ploetz. 7 St. Proescholdt.
4. Geographie.— Im S.-S. Europa nach dem 3. Buch, im W.-S. Deutschland nach dem 4. Buch von Daniel's Leitfaden. Zeichnen von Stromgebieten; Markieren der dort liegen- den Schauplätze geschichtl. Thatsachen durch Einzeichnung der Jahreszahlen. 2 St. Goepel.
5. Geschichte.— Im W.-S. Geschichte der neueren Zeit, biographisch nach Spiess und Berlet, 1. Tl.— Im W.-S. Alte Geschichte nach dem 2. Tl. desselben Lehrbuchs. Chro- nologie. 2 St. Goepel.
6. Mathematik.— a. Geometrische Formenlehre: Entstehung der geometrischen Gebilde. Einfache Konstruktionen und Auffindung einfacher geometrischer Sätze vermittelst des Lineals, Zirkels, Transporteurs und Mass-Stabs. 2 St. Spranck.— b. Rechnen: De-
zimalbrüche; Resolution und Reduktion in Dezimalbrüchen; Anwendung derselben, sowie der gewöhnl. Brüche in einfachen Regeldetri-Aufgaben; leichte Gewinn- und Verlustrechnungen; Kopfrechnen, nach Rechenbuch von Schellen. Verschiedene Zahlensysteme. Die Gymnasial- schüler 3 St. Die Realschüler 4 St. Dombach.
7. Naturgeschichte.— a. Botanik: Einübung des Linné'schen Systems und na- türlicher, gewissen Rlassen desselben entsprechender Pflanzen-Familien. Die bei uns vorkommenden


