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Unterrichtsgegenständen. Nach diesem Masse ergeben sich von selbst die höheren Stu- fen, wobei eine Compensation des einen Gegenstandes gegen den andern Statt findet. Doch schliesst das Prädikat gering(Nr. 5.) in zwei Fächern die Ertheilung des Ma- turitäts-Zeugnisses aus.
Diese Anordnung ist bereits bei der diessmaligen Ausstellung der Maturitäts-Zeug- nisse zur Ausführung gekommen; nur dass der billigen Rücksicht gemäss, welche schon im vorigen Programme ausgesprochen ist, auch den Schülern, welche in Folge der früheren halbjährlichen Versetzungen 1 ½ Jahr in Prima gesessen hatten, bei ihrer sonstigen Qualification das Maturitäts-Zeugniss nicht versagt werden durſte.
Wie wir uns gern der Hoffnung hingeben, dass diese die Schüler der obern Klassen betreffenden Bestimmungen zu rechter Zeit und mit allem Eruste von ihnen ins Auge gefasst, und für sie ein Antrieb mehr zur gründlichen Benutzung der ihnen dargebote- nen Bildungsmittel sein werden; so freuen wir uns endlich noch einer vor kurzem ge- troffenen Einrichtung gedenken zu können, von der wir uns für die untern Klassen heil- same Folgen versprechen. Es ist ein naheliegendes Bedürfniss für eine grosse Anzahl der jüngern Schüler, dass ihnen für die Anfertigung ihrer häuslichen Arbeiten, sowohl zur zweckmässigen Benutzung der Zeit, wie zu der Art und Weise zu arbeiten, eine Anleitung zu Theil werde, welche im elterlichen Hause aus verschiedenen Gründen oft nicht gegeben werden kann. Herr Dr. Schmidt hatte sich daher eine Reihe von Jah- ren mit dankenswerther Hingebung der Mühe unterzogen, für die Schüler der untern klassen diese Beaufsichtung ihrer Arbeiten zu führen. Da er nach Uebernahme des Turnunterrichtes diese Beschäftigung, welche viel Mühe und Zeit in Anspruch nimmt, aufgeben musste, so war unsere Sorge darauf gerichtet, eine ähnliche Einrichtung von Arbeits- und Nachhülfe-Stunden in nähere Verbindung zu der Schule selbst zu setzen und dadurch in mehrfacher Beziehung zu erleichtern. Unser Wunsch ist zu unsrer Freude dadurch in Erfüllung gegangen, dass mit Genehmigung Eines Hochwürdigen Consistoriums Herrn Zinndorf, welchem seit Anfang des vorigen Jahres der Schreib- unterricht am Gymnasium übertragen ist, sich zur Leitung der Arbeitstunden bereit er- klärt, und schon seit Beginn dieses Jahres mit den Schülern der drei untern Klassen, deren Eltern den Wunsch dazu ausgesprochen haben, in einem Lehrzimmer des Gym- nasiums in zwei Abendstunden täglich diese Anleitung und Beaufsichtigung ihrer Ar- beiten übernommen hat. Diese Einrichtung hat gleich von Anfang eine erfreuliche Theilnahme gefunden, und wird sich hoffentlich als eine zweckmässige und heilsame für die Folge bewähren.
Noch gedenke ich mit tiefempfundener Dankbarkeit der wohlwollenden Güte, mit welcher meine werthen Amtsgenossen mich am 2. September vorigen Jahres, als dem Tage, an welchem ich vor 25 Jahren zu Bonn die philosophische Doctorwürde erlangt
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