Aufsatz 
Beobachtungen über den homerischen Sprachgebrauch : 2. Teil. Das Participium in den homerischen Gedichten
Entstehung
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Im Uebrigen hat in keinem Theile des Gymnasial-Unterrichtes eine grössere Unter- brechung unserer regelmässigen Thätigkeit Statt gefunden, so dass wir uns ungestört des wohlthätigen Einflusses der seit Ostern v. J. eingeführten Jahreskurse auf die Ste- tigkeit des gesammten Lehrgangs sowohl für uns selbst, wie für alle strebsamen Schäü- ler erfreuen konnten. Um so mehr halten wir es für unsre Pflicht, unsre Schüler und deren Angehörige wiederholt darauf aufmerksam zu machen, dass durch die neue Ein- richtung der Mangel an gründlichem Bemühen und beharrlichem Fleisse die empfindliche Folge nach sich ziehen muss, den Trägen und Nachlässigen ein volles Jahr in seiner Klasse zurückzuhalten, und an jene die dringende Ermahnung zu richten, auf allen Stu- ſen gleich von dem Beginn eines neuen Schuljahres an das zu erstrebende Ziel mit dem rechten Ernst ins Auge zu fassen, und ununterbrochen Alles zu thun um es zu erreichen.

Unter den Anordnungen, durch welche die Geneigtheit einer hohen Behörde auch im verflossenen Jahre den Wünschen der Lehrer-Conferenz zu deren ehrerbietigstem Danke entsprochen, und auf die innere Ausbildung der Wirksamkeit des Gymnasiums Bedacht genommen hat, nennen wir zuerst die Einführung des Turnunterrichtes. Der Be- schluss dazu war bereits unter der Direction meines hochverehrten Herrn Vorgängers gefasst, und dabei die unmittelbare Verbindung der Turnübungen mit dem Organismus des Gymnasiums zum wahren Gedeihen der Sache ins Auge gefasst. Der für die Ue- bungen bestimmte freie Platz und die daran stossende bedeckte Halle waren bis Mitte des Sommers in Stand gesetzt. Unserem lebhaften Wunsche, die Leitung des ganzen Unterrichts in den Händen eines Mitgliedes des Lehrer-Collegiums zu sehen, ist zu unserer grossen Freude das Erbieten des Herrn Dr. Schmidt, sich derselben zu unter- ziehen, entgegengekommen. Nachdem die Genehmigung Eines Hochwürdigen Consi- storiums und durch Hochdesselben geneigte Vermittlung die Bewilligung der erforder- lichen Geldmittel von Seiten der höchsten Behörden erfolgt war, hat Herr Dr. Schmidt sich mit grösstem Eifer theoretisch und praktisch dieser Angelegenheit gewidmet, und namentlich im October v. J. die Gelegenheit benutzt, unter persönlicher Anleitung des Herrn Oberstudien-Assessors Dr. Spiess in Darmstadt sich mit dessen Methode genau bekannt zu machen. Nach den Sommerferien hat der Turnunterricht mit den vier untern, seit dem Herbste auch der mit den drei obern Klassen begonnen. Wir haben es für zweckmässig erachtet, ohne damit für alle Zukunft eine Entscheidung treffen zu wollen, für jetzt diesen Unterricht nur in den vier untern Klassen obligatorisch zu machen, in den drei obern aber die Theilnahme jedem Schüler frei zu stellen. Mit Vergnügen hahen wir die Erfahrung gemacht, dass die bei weitem grössere Zahl der Schüler der obern Klassen sich freiwillig zum Antheil an den Turnübungen gemeldet, und dass überhaupt in allen Klassen ein recht erfreulicher Eifer für die Sache sich ge- zeigt hat. Es ist dadurch nöthig geworden, schon im Laufe des Winters über das an-