Aufsatz 
Zusammenstellung und Verdeutschung der von Homer den Göttern ertheilten Beiwörter / von Ludwig Krämer
Entstehung
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c) Nachricht über die von der Anſtalt abgegangenen Schüler. Im verfloſſenen Herbſte wurden folgende Primaner, nach beſtandener Maturitäts⸗Prüfung, zur Univerſität entlaſſen: 1) Theodor Schweisgut aus Buſenborn, 2) Heinrich Eiſenhuth Vöhl,

3) Georg Becker Badenheim,

4) Otto Derſch Ortenberg,

5) Auguſt Weimer Nidda,

6) Julius Rahn Nieder⸗Weidbach, und

7) Karl Müller Nidda.

Das mündliche Examen fand unter dem Vorſitze des Großherzoglichen Commiſſärs, Herrn Ober⸗ ſtudienraths Prof. Dr. Wagner, am 12. September 1868 ſtatt.

Schweisgut hat ſich für das Studium der Mathematik und Naturwiſſenſchaften, Eiſenhuth und Becker für das der altelaſſiſchen Philologie, Derſch, Weimer, Rahn und Müller für das der Rechtswiſſenſchaft beſtimmt. Einem von den Genannten wurde in dem Maturitäts⸗Zeugniß der erſte Auszeichnungsgrad ertheilt; drei erhielten die Note II, die übrigen die Nummer III.

Von den aus Unter⸗Prima abgegangenen drei Schülern iſt der eine in ein anderes Lan⸗ desgymnaſium übergetreten, der andere, welchem das Lehrercollegium den Rath ertheilen mußte, die Anſtalt zu verlaſſen, nach Amerika ausgewandert; der dritte beabſichtigt, ſich dem Kaufmannsſtande zu widmen.

Der aus Quarta ausgetretene Schüler gedenkt, die techniſche Schule in Darmſtadt zu beſuchen.

4. Chronik der Anſtalt.

Im Lehrer⸗Perſonalbeſtande ſind im Laufe des Schuljahrs 1868/69 folgende Veränderungen ein⸗ getreten:

Durch hohe Verfügung Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direction vom 19. Juni v. J. erhielt Herr Dr. Ferdinand Harbordt aus Laubach die Erlaubniß zum Acceſſe an dem hieſigen Gymnaſium. Der Genannte trat hierauf am 29. des gedachten Monats ſein Probejahr an und fungirte als Acceſſiſt für die mathematiſchen und naturwiſſenſchaftlichen Lehrfächer an der Anſtalt bis zum Schluſſe des Sommer⸗ Semeſters. Beim Beginne der Herbſtferien legte er ſeine Functionen am hieſigen Gymnaſium nieder, um eine Lehrerſtelle an der Realſchule zu Düren in der preußiſchen Rheinprovinz zu übernehmen. Bald nach dem Abgange des in Rede ſtehenden Acceſſiſten gab auch der proviſoriſch angeſtellte Hilfslehrer Herr Dr. Richard Haupt ſeine Stellung auf, da ſich ſeinem Lehreifer und ⸗talent ein größeres Feld an dem Gymnaſium zu Eutin öffnete. Die Verwaltung der erledigten Hilfslehrerſtelle wurde durch hohen Erlaß Großherzoglicher Oberſtudien⸗Direction vom 12. October 1868 dem Gymnaſial⸗Acceſſiſten Herrn Dr. Karl Franck aus Darmſtadt übertragen. Die Einweiſung desſelben in den Dienſt erfolgte am 20. October v. J. Ueber ſeinen Lebens⸗ und Bildungsgang hat uns Herr Dr. Franck nachſtehende Notizen gegeben:

Dr. Rarl Franck, am 30. November 1845 in Darmſtadt geboren, beſuchte eine Zeitlang die Stadtſchule ſeiner Vaterſtadt, trat dann in die 6. Klaſſe der dortigen Realſchule über und abſolvirte dieſe Anſtalt bis zur 2. Klaſſe. Hierauf faßte er den Entſchluß, Philologie zu ſtudiren, und wurde, nachdem er ein halbes Jahr lang durch Privatunterricht in der lateiniſchen und griechiſchen Sprache vorbereitet worden war, auf Weihnachten 1860 in die Tertia des Gymnaſiums aufgenommen. Im Herbſte des Jahres 1863 trat er, nach beſtandner Maturitätsprüfung, in die Reihe der akademiſchen Bürger von Bonn, um das Studium der modernen Sprachen zu betreiben. Nachdem er drei Semeſter in Bonn zugebracht und die Vorleſungen der Profeſſoren Ritſchl, Jahn, Simrock, Delius und Anderer Iehärt hatte, bezog er die Univerſität Gießen, wo er faſt: ausſchließlich dem Studium der claſſiſchen Philologie oblag. In Gießen genoß er bis zum Herbſte des Jahres 1867 haupt⸗ ſächlich den Unterricht der Profeſſoren Lange, Lübbert und Lutterbeck, ging dann nach Darmſtadt, um ſich für die philologiſche Facultätsprüfung vorzubereiten, und beſtand dieſelbe vor Oſtern 1868. Gleich nach abgelegter Prüfung nahm er eine Stelle an de Bender ſſchen Erziehungsanſtalt in Weinheim an, woſelbſt er blieb, bis ihn Großherzogliche Oberſtudien⸗ im October 1868 zum Acceſſe und zur Verſehung der am Gymnaſium zu Büdingen erledigten Hilfslehrerſtelle einberief..

Den Schluß des Sommerhalbjahrs bildete der am 11. September 1868 nach Maßgabe des unten S. 59 abgedruckten Programmes gehaltene öffentliche Redeactus.

Zur Befeſtigung und Kräftigung des ſchönen und heiligen Bandes, das Lehrer und Schüler um⸗ ſchlingen ſoll, trugen zwei in hohem Grad erquickende gemeinſame Ausflüge das Ihrige bei. Der eine von die⸗ ſen fand am 7. Mai, der andere am 6. November ſtatt.

Schließlich gedenken wir noch mit lebhaften Dankgefühlen der werthvollen Geſchenke, welche dem Gymnaſium im Laufe des Schuljahrs gemacht wurden. Es erhielt die Anſtalt: