N
14
61— 76. Endlich aber begann die würdige Hausfrau, und ſagte: Seht! dort kommt der Prediger her; es kommt auch der Nachbar
Apotheker mit ihm: die ſollen uns alles erzählen,
Was ſie draußen geſehen und was zu ſchauen nicht froh macht. Freundlich kamen heran die Beyden, und grüßten das Ehpaar, Setzten ſich auf die Bänke, die hölzernen, unter dem Thorweg, Staub von den Füßen ſchüttelnd, und Luft mit dem Tuche ſich fächelnd. Da begann denn zuerſt, nach wechſelſeitigen Grüßen,—
Der Apotheker zu ſprechen und ſagte, beynahe verdrießlich:
So ſind die Menſchen fürwahr! und einer iſt doch wie der andre,
Daß er zu gaffen ſich freut, wenn den Naäͤchſten ein Unglück befället.
Läuft doch Jeder, die Flamme zu ſehen, die verderblich emporſchlägt, Jeder den armen Verbrecher, der peinlich zum Tode geführt wird.
Jeder ſpaziert nun hinaus, zu ſchauen der guten Vertriebnen
Elend, und niemand bedenkt, daß ihn das ähnliche Schickſal Auch, vielleicht zunächſt betreffen kann, oder doch künftig⸗
8 4 63— 34. Optima dum tandem édnjux his vocibus infit:
Illic, ecce venit parochus, vicinus itemque
Pharmacopola venit: memorent, quaecunque videbant
HIi nobis, minus haec spectacula grata tuenti.
Comiter accedunt ambo, sponsosque salutant,
Sub foribusque legunt fessi sibi lignea scamna, Excutiunt pedibus sordes, de pulvere natas,
NMucinioque cient moto sibi leniter auram.


