Aufsatz 
Metrische griechische Übersetzung des ersten Gesanges (v. 1-215) von Goethes Hermann und Dorothea : mit beigefügtem Original und lateinischer Übersetzung von Fischer ; Einladungsschrift zu den am 25ten, 26ten und 27ten September 1823 anzustellenden öffentlichen Prüfungen und Redeübungen / von Heinrich Arnold Wilhelm Winckler
Entstehung
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45 60.

Solch ein Wetter iſt ſelten zu ſolcher Ernte gekommen,

Und wir bringen die Frucht herein, wie das Heu ſchon herein it Trocken; der Himmel iſt hell, es iſt kein Wölkchen zu ſehen,

Und von Morgen wehet der Wind mit lieblicher Kühlung.

Das iſt beſtändiges Wetter! und überreif iſt das Korn ſchon, Morgen fangen wir an zu ſchneiden die reichliche Ernte. Als er ſo ſprach, vermehrten ſich immer die Schaaren der Männer Und der Weiber, die über den Markt ſich nach Hauſe begaben; Und ſo kam auch zurück mit ſeinen Töchtern gefahren

Raſch, an die andere Seite des Markts, der begüterte Nachbar,

An ſein erneuertes Haus, der erſte Kaufmann des Ortes,

Im geöffneten Wagen(er war in Landau verfertigt).

Lebhaft wurden die Gaſſen; denn wohl war bevölkert das Stäͤdtchen, 3 Mancher Fabriken befliß man ſich da und manches Gewerbes.

Und ſo ſaß das trauliche Paar, ſich, unter dem Thorweg,

über das wandernde Volk, mit mancher Bemerkung ergötzend.

52 67. Talis temperies messi raro obtigit isti;-

Sicca velut foenum prius, et frumenta legemus, Tranquillus, sine nube dies, coelumque serenum, Spirat ab Eoo grato cum frigore ventus.

Haec bona temperies! maturaque farra vel ultra; Crastina lux largas resecare monebit aristas. Dixerat, inque foro cumulatur turba virorum

Femineumque genus, quos hinc via duxit ad aedes: