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Kupfer, den einleitenden Farbenwechſel, nicht deutlich gewahr. Es tritt im Gegentheil, die dunkle Maſſe an die Schwefelfläche herüber.
5B) Bei höherem Wärme⸗Einfluß, findet ebenfalls, ohne merklichen Far benfolge, das Gleiche ſtatt. Jene Färbung erſcheint zuweilen am Kupfer⸗ häufiger jedoch am Schwefel, in beſchleunigter Hervorbildung und geſättig⸗ tem Indig. Die unbeſchlagenen Flächen, ſind in allen dieſen Verſuchem trübe geworden.
0) Werden die Flächen mit Salzſäure in Verbindung geſetzt, 3 er⸗ ſcheint bey gewöhnlicher Luftwärme, zuerſt die Schwefelfläche ſchwarzblau; nach mehreren Stunden, zieht die entſtandene Maſſe wieder aus Kupfer herüber; aber nun iſt ſie hellſpangrün geworden, wird teigartig, und verdichtet ſich um den Rand, und auf der andern, der Schwefelfläche abgekehrten Kupferſeite, in niereuförmigen Gebilden, die mit dem, in ähnlicher Form zuweilen vorkommenden Malachit, täuſchend zuſammentre⸗ ten. Bei mäſſiger Erwärmung, das Gleiche; und wenn der Schwefel dem Schmelzpunkt nahte, war die, nunmehr ihm anhaftende Maſſe, blaugrau.
d) War die Säure ſtark verdünnt, ſo hatte bei dem Verdünſten derſel⸗ ben, durch ſteigende Erhitzung, die Bildung jener Maſſe, in tiefer Sam⸗ merſchwärze; öfter eiſenfarbig, auf der Kupferfläche ſchnell um ſich gegrif⸗ fen. In jene Farbe gingen durch. die Dazwiſchenkunft der Salzſäure, ein⸗ zelne Stellen, oft die volle Fläche über⸗
Ein ſo bedingtes Herüber⸗ und Hinüberführen, deutete auf ein allge: meines Geſetz hin, das ich, durch vervielfältigte Werſüche⸗ zur Suarzei heranzuziehen ſtrebte.
Zu dem Ende wurde der Wirkungsverlauf der ſolgendeu Flüſſigkeitem
die iſchen dem Plattenpaar verbreitet wurden, beobachtet. 4.


