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ſelbſt in der Machtfülle des Blitzes§) zu verkünden. Als im 4ten Jahr⸗
hundert(v. Chr. G.) die neuplatoniſche Weltweisheit herrſchend wurde, werden die Deutungen dieſes Körpers immer kühner g). In das folgende Zeitalter der Araber leuchten Euklides und Ariſtoteles herüber, und eine gediegenere Naturforſchung erblühet wieder. In Gebers(Dſchafar 8tes Jahrhundert) Schriften, ſteht unter den drei Ueſtoffen, der Schwefel in der Mitte. Der Niederſchlag dieſes Körpers(Schwefelmilch) und mehrere ſeiner Verbindungen mit Metallen und Waſſerſtoff, wurden von ihm entdeckt, und der Heil⸗ und Gewerbkunde zugeführt. Der in enge
Formeln gebannten Scholaſtik, war während des Herumtreibens in den
Steppen der Metaphyſik, ſelbſt der Erfahrungsſchatz früherer Zeiten, zer⸗
ronnen. Vom 13— 16teu Jahrhundert drängen ſich die Entdeckungen, die
lebendig ins Leben eingreifen, und mehrere Schwefelmetalle, werden durch Baſilius Valentinus und Georg Agrikola entdeckt, oder beſchrieben. Aber
3 5 dieſe ſonſt veiche und kräftige Zeit, reifte der Nachwelt nicht die erwarte⸗ Iten Früchte, da alchemiſtiſches Wirrthum, die reinen Erfahrungsblüthen
überwucherte. Theophraſtus Paracelſus und ſein Jahrhundert, fanden in dem Schwefel, wie in dem Queckſilber ꝛc. den Quellpunkt, woraus ihnen der Stein der Weiſen(die Veredlung des unedlen Stoffes) herſtrahlte. Als hierauf auch dieſe ungebundene, und denn Geheimniß ſich zuwendende Naturdeu⸗
tung, ihren Kreis ausgelaufen, ging als Gegenſtrebung, ein Widerſchein
der alten Epicuriſchen Weltanſicht auf. Durch Carteſius führte ſich jene, von ihrem atomiſtiſchen Standpunkt überwältigte, Naturforſchung ein, wel⸗
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7 f) Plin. H. N. 35, 19.
8) Faſt ſede Zeile des Stephan. Alexandr.: νεν ½αεοσεx edas bezeichnet ſein Zeitalter, treffender noch mit unbewußtem Laconismus, Suidas xteiia s reu eeνo ar urei aracxu.


