Aufsatz 
Über eine neue Entstehungsart mehrerer Metallothion- und Hydrothionmetall-Arten, entdeckt und untersucht / Wilhelm Zimmermann
Entstehung
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In dem ſtillen, vor dem menſchlichen Scharfblick, noch in tiefe Nacht

zurücktretendn Wirkthum dieſer Körpermächte, ſcheint den zahlreich verbreie

teten Sippſchaften des Schwefels, wie den verwandten Geſchlechtern der Metalle, eine kängſtgeahnete, aber noch nicht ergründete, Rolle gegeben. Durch das faſt allfache Vorkommen des Schwefels mit den Metallen, wird/⸗ nach den Lehren der neueren Minerkunde, die Entſtehung des einen, durch die Entſtehung der andern, gleichſam bedingt. Mit den Alkalien chemiſch verbunden, greift er in die Entwickelung der Gewächſe(Davy) und mäch⸗ tiger noch, in das Leben der Thiere, herüber(Treviranus).

Auch iſt dieſer Körper aller Zeiten, wovon Geſchichte urkundet, bedeut⸗ ſam erſchienen. Mit den Anfängen des entwickelteren Völkerlebens, wel⸗ ches einſt dreien Erdtheilen, um die Küſten des Mittelmeers aufging, wird ein Beſtreben wahrgenommen, ihn in die Bedürfniſſe des Lebens hereinzu⸗ ziehen. Seine Anwendbarkeit in den Gewerben b) z. B. als Reinigungs⸗ mittel c) durch ſeine Dämpfe, die Farbenpracht d) der Schwefel? und Hy⸗ drothionmetalle und ihre Heilkräfte e), wurden zum Theil ſchon frühe erforſcht. 3

Den Naturkundigern der alten Welt, ſchien ſein Weſen die Urſache der Licht⸗ und Wärmeerſcheinungen aufzuſchlieſſen, er ſchien ſich ihnen

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b) Cato de re ruste 39. Columella de re rust. 8, 5. 0) Aristot. hist. animal. 4, 8. Plin. H. N. 35, 15. d) Theophrast. de lapid.(*˙νκ αεε. Pedav. Dioscorid. 5, 42.

e) Aretaeus de curat, acut. 2,r. Seribon. Larg. 8, 38 1. Dioscorid. 5, 73. Die Entwickelungen der Gewerb⸗ und Heilkunde der alten Voͤlker/ ker, liegen, wie noch andere Zweige der Altetthumzwiſſenſchaft, nur maͤßig/

oder ungebauet da, den Fleiß und Geiſt der kommenden Geſchlechter erharrend⸗

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