Aufsatz 
Über den frühen Religionsunterricht / Philipp Christian Jakob Engel
Entstehung
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Beweiſe, die von der Gerechtigkeit, Weisheit und Güte Gottes hergenom⸗

men ſind, erläutert werden kann. Bey dem, von der Gerechtigkeit herge⸗

nommenen Argument, ſuche man das trefliche Gleichniß vom reichen Manne und armen Lazarus, fruchtbar zu benutzen, in welchem die erhebende Wahrheit,

daß die Ewigkeit das Räthſel dieſes Lebens auflöſe, ſo anſchaulich darge⸗

ſtellt wird. Zuletzt verbreite man ſich noch über die Sacramente unſerer

Kirche, ihre Stiftung und Bedeutung, und bemühe ſich dieſe herrlichen

Gebräuche, die Jeſus als Zeichen der Annahme und Befolgung ſeiner Lehre einſetzte, den Kindern recht wichtig und feierlich zu machen.

Den Unterricht in der chriſtlichen Sittenlehre können einige Bemer: kungen im allgemeinen über den Namen ſelbſt und einzelne moraliſche Aus⸗ drücke eröffnen. Eine der erſten Stellen nehme das Gewiſſen ein, damit die Kinder auf dieſen Richter in ihrem Innern, der uns bey guten Handlun⸗ gen mit erquickender Ruhe belohnt, und bey böſen Thaten mit den beunruhi⸗ genſten Vorwürfen ſtraft, frühzeitig achten lernen. Hierauf ſind die Ausdrücke Vernunft, Freiheit des Willens, gut, edel, eigennützig, uneigennützig ꝛc. zu erläutern. Hieran knüpfe man den Vortrag der einzelnen Pflichten gegen Gott, gegen uns ſelbſt, gegen andere Menſchen und gegen die Thiere. Mit Nutzen kann hier von Wagnitz und Snell's Sittenlehren in Beyſpie⸗ len Gebrauch gemacht werden. Den Schluß des ganzen Curſus mache man mit Angebung einzelner Mittel, die uns die Ausübung unſerer Pflichten er⸗ leichtern, unter welchen ein lebhaftes Andenken an Gott, und der Umgang mit gebildeten Menſchen, die zugleich ein edles Herz beſitzen, vorzüglich zu empfehlen ſind.

Ein Leitfaden für den zweyten Curſus des Religionsunterrichts muß daher in folgende Abſchnitte vertheilt werden. 1 Cap. I.

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