Aufsatz 
Bemerkungen über einen wichtigen Gegenstand des Unterrichts in Gymnasien / Friedrich Gottlieb Welcker
Entstehung
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Gaea ſeufzt', und eine Thraͤne

Weinte ſie in bittrem Schmerz.

Nein ich trag' es nicht! Der Soͤhne

Schmach, ſie bricht der Mutter Herz.

Ach! nicht lindern Helios Strahlen

Ihre Seufzer, ihre Qualen,

Nur der Schmerz, der Jammer . 3 wacht

In dem Graun der ew'gen Nacht.

War ich nicht eh' alle Goͤtter?

Und des Kronos ſtolzer Sohn

Traͤte meine Macht im Staube,

Spraͤche meiner Wuͤrde Hohn?

Still ihr weiche, feige Klagen!

Rache! Rache! Sie gebar,

Schrecklich wie noch keiner war,

Einen Sohn; dem furchtbar ragen

Auf gewaltgem Schulterpaar

Hundert Nacken;

Roſſemaͤhnen

Hangen wild;

Verſchlingend gaͤhnen

Hundert Rachen;

Wie der Drache Hoͤllenbrut 4.

K

4.

hoeus.

Nach dem Blut Hundert Zungen; Wie des Helios Feuer⸗Roſſe, Die aus kuͤhlen Fluthen tauchen,

Spruͤhen Flammen

Hundert Augen;

Hundert rauhe

Stimmen ſchallen, Durch die Laͤnder Heulend hallen.

Es erbebet die Erd' und auf ſeinem

Throne

Erblaſſet ſelbſt Pluton vor Gaeas

Sohne; Es ſchauern die kuͤfte, es bruͤllet das Meer. Und der Kronide im Schwung ſtuͤrzt hernieder, Schleudert den rollenden Bliz auf . den Feind,

Und er zertruͤmmert die maͤchtigen

Glieder.

p.

R. b

Irde.

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