—) 23(0—
Gaea ſeufzt', und eine Thraͤne
Weinte ſie in bittrem Schmerz.
„Nein ich trag' es nicht! Der Soͤhne
„Schmach, ſie bricht der Mutter Herz.
„ Ach! nicht lindern Helios Strahlen
„Ihre Seufzer, ihre Qualen,
„Nur der Schmerz, der Jammer . 3 wacht
„In dem Graun der ew'gen Nacht.—
„War ich nicht eh' alle Goͤtter?
„Und des Kronos ſtolzer Sohn
„Traͤte meine Macht im Staube,
„Spraͤche meiner Wuͤrde Hohn?—
„Still ihr weiche, feige Klagen!
„Rache! Rache!“— Sie gebar,
Schrecklich wie noch keiner war,
Einen Sohn; dem furchtbar ragen
Auf gewaltgem Schulterpaar
— Hundert Nacken;
Roſſemaͤhnen
Hangen wild;
Verſchlingend gaͤhnen
Hundert Rachen;
Wie der Drache Hoͤllenbrut 4.
K
4.
hoeus.
Nach dem Blut Hundert Zungen; Wie des Helios Feuer⸗Roſſe, Die aus kuͤhlen Fluthen tauchen,
Spruͤhen Flammen
Hundert Augen;
„Hundert rauhe
Stimmen ſchallen, Durch die Laͤnder Heulend hallen.—
Es erbebet die Erd' und auf ſeinem
Throne
Erblaſſet ſelbſt Pluton vor Gaeas
Sohne; Es ſchauern die kuͤfte, es bruͤllet das Meer.— Und der Kronide im Schwung ſtuͤrzt hernieder, Schleudert den rollenden Bliz auf . den Feind,
Und er zertruͤmmert die maͤchtigen
Glieder.—
p.
R. b
Irde.
5
1


