— 30— ſerte ſich auf ſeinem Krankenlager als innig⸗ ſtes Geſuͤhl ſeines Herzens.———— Als er einmal ſeine ſchon ſehr verfallene Geſtalt im Spiegel erblickte, verbreitete ſich eine beſondere Heiterkeit uͤber ſein ganzes Weſen. Ich fragte ihn nach der Urſache ſeie ner Heiterkeit. Und warum, ſagte er, ſollte ich nicht froͤlich ſeyn? Gottlob! nun ſehe ich, daß ich meinem Vaterlande recht nahe bin.—— Drey Tage vor ſeinem Tode em⸗
pfand er ſeine Leiden am ſtaͤrkſten. Aber auch da blieb ſein Geiſt voll Ruhe, voll Hofnung und Troſt, und ertrug alles gelaſſen, und dankte der Vorſehung fuͤr jedes Leiden, und auch fuͤr jede Erleichterung deſſelben.—— Nach dieſem ſchwerſten Tag ſeiner K Krantheit ſchlummerte er faſt beſtaͤndig, und ſeine—— Seele ſchien ſich ſchon halb entkerkert zu fůͦh⸗ len. Er verſchied ohne Zuckungen, und mit vollem, klaren Bewußtſeyn. 64
Wenn ich tuͤchtig befunden worden bin, fuͤr unſre Schule, deren Direction die Gnade unſers Durchlauchtigſten Landesherrn mir an⸗ vertraut hat, mit Nutzen zu arbeiten; ſo ver⸗ 3 danke ich dies dem Manne, von welchem ich
erzaͤhlt habe. Wenn meinen Mitarbeitern . und 3


