folgte hiekky, ſo viel es fuͤr ihn als Gym⸗ naſtaſten thunlich war die Methode, die an ſich unſtreitig am ſicherſten und ſchnellſten foͤrdert, aber freylich in oͤffentlichen Schu⸗
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len weniger, als bey dem Selbſtſtudiren und
im Privat⸗ Unterricht anwendbar iſt, die Methode nemlich, nach welcher man die Sprache oder Wiſſenſchaft, der man ſich ge⸗ genwaͤrtig widmet, ſo lange zu ſeinem einzi⸗ gen oder doch Haupt⸗Studium macht, bis man zu ſolcher Fertigkeit und Feſtigkeit ge⸗ langet iſt, daß man die Muͤhe der noͤthigen
mechaniſchen Anſtrengungen nicht mehr em⸗
pfindet, ſich grammatiſch und hiſtoriſch ſicher
fuͤhlt, und ſich alſo mit freyem Geiſte die
noch fehlenden Kenntniſſe aneignen kann.
In Altona hatte mein Vater ein paar gluͤkliche und fuͤr ihn gewiß lehrreiche Jahre gelebt, als er fuͤr kuͤchtig befunden wurde, die Univerſitaͤt zu beziehen. Er waͤhlte Zalle. Ehe er dahin abgieng, beſuchte er ſeine ge⸗ liebten Eltern, die waͤhrend der Zeit ſeiner
Abweſenheit des Sohnes reblich gedacht und achtzig Thaler fuͤr ſeine Studir⸗Jahre eru,
brigt und zuruͤckgelegt hatten. Mit Freuden⸗
thraͤnen gaben ſie ihm das Erſparte, mit
Thraͤnen der Freude und Dautharkeit empfing er
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