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Kopfe ſeine Verſe ausſpuckt und ins Blaue hineinrennt,— gleich einem Vogelſteller, der auf Amſeln lauert,— in einen Brunnen oder eine Grube gefallen iſt, ſo wolle ihm doch niemand heraushelfen, mag er auch laut aufſchreien:„Zu Hilfe! ihr lieben Bürger!“ Will jemand es verſuchen ihm Hilfe 460 zu bringen und ein Seil hinunterlaßen, ſo werde ich ihm ſagen:„Weißt du es denn, ob er ſich nicht abſichtlich in die Tiefe geſtürzt, und vielleicht gar nicht gerettet ſein will?“ Und ich werde ihm das Ende
des ſikuliſchen Dichters erzählen, des Empedokles, der, um für einen unſterblichen Gott zu gelten, kalt 465 in den glühenden Aetna hinabſprang.„Dem Dichter muß es doch auch erlaubt ſein und unbenommen bleiben ſich den Tod zu wählen. Wer einen wider ſeinen Willen rettet, begeht dasſelbe Unrecht als
der, welcher einem andern das Leben nimmt. Glaube nicht, daß er dies nur einmal thue, und daß, wenn er auch jetzt herausgezogen wird, er ein vernünftiger Menſch werden, und ihm die Luſt, ſich durch einen ſolchen Tod berühmt zu machen, vergehen werde.“ Es läßt ſich kein Grund auffinden, 470 warum er Verſe macht, ob er entweder die Aſche ſeines Vaters freventlich beſudelt oder mit verruchter Hand einen geweihten Ort entheiligt habe. Nur ſo viel iſt ausgemacht, daß er raſt und gleich einem Bären, der die hemmenden Stangen des Käfigs durchbrochen, verſcheucht der grauſame Vorleſer alle,
die ihm in den Weg kommen, Gelehrte wie Ungelehrte. Hat er einmal einen erreicht, ſo hält er 475 ihn feſt und lieſt ihn zu Tode, gleich einem Blutigel, der nicht eher von der Haut abläßt, bis er ſich ganz mit Blut geſättigt.
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