Samstag, den 14ten April, Nachmittags um 2 Uhr, wird der öf-
fentliche Redeaktus, begleitet von Gesang und Musik, in folgender Ordnung abgehalten werden:
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4)
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Symphonie. Rede des Pädagogiarchen.
Chor von Volkmar.
Singt Lieder dem Herrn,
Dem Herrscher der Welten,
Singt ihm in seinem Heiligthum!
Es mischen von den höhern Sphären
Die Engel sich zu unsern Chören,
Die Erde schallt von seiner Thaten Ruhm.
Selbstausgearbeitete Reden der Primaner. Carl Blumhof aus Biedenkopf. Ueber Timoleon. Griechisch.
wilhelm Rübsamen aus Crainfeld. Ueber die Nothwendigkeit einer gehörigen Vorbereitung für die Universität. Lateinisch.
Priedrich Bapst aus Friedberg. Ueber Theodosius den Groſsen. Deutsch.
Chor von Beethoven.
Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre,
Ihr Schall pflanzt seinen Namen fort,
Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere, Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort.
Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne?
Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt?
Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne, Und läuft den Weg gleich als ein Ield.
Vernimm und siehe die Wunder der Werke, Die die Natur dir aufgestellt.
Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke Dir nicht den Herrn, den IIerrn der Welt? Kannst du der Wesen unzählbare Heere,
Den kleinsten Staub fühllos beschaun?
Durch wen ist Alles? 0, gieb ihm die Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun!
6) Deklamatorische Vorträge der Sekundaner.
Pranz Eokstein aus Giessen. Der Löwe, von Kind. Julius Hillebrand aus Heidelberg. Karl V. an Luthers Grab, von Hohlfeldt.


