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menheit.*) Bei der Prauͤfung der moraliſchen Anlagen iſt es wohl ebenfalls am zweckmaͤßigſten zuerſt zu beobach⸗ ten, welche Tugenden oder Fehler den Knaben auszeich⸗ nen; dann ihre Quelle aufzuſuchen, die herrſchende Nei⸗ gung und die Motive, welche am ſtaͤrkſten auf den Wil⸗ len wirken, und nun erſt die Mittel zu beſtimmen, welche die Beſſerung befördern koͤnnen. Daß das Betragen deſ⸗ ſelben gegen die Mitſchuͤler uͤberhaupt, die vertrauteren Ver⸗ haͤltniſſe, in welchen er mit andern beſſeren oder ſchlechteren ſteht, das Benehmen bei eigenen und fremden Strafen, der Eindruck, welchen die Erzaͤhlung oder Lectuͤre einer intereſſan⸗ ten Geſchichte, eines merkwuͤrdigen Vorfalls auf ihn macht u. ſ. f. jene Pruͤfung auf vielfache Art unterſtuͤtzen, bedarf keiner weitern Erinnerung.
(C3 84. *) Die Merkmahle der einzelnen Krafte des Geiſtes hat Garve an⸗ gegeben in ſeinem bekannten, trefflichen Verſuch uͤber didd. fung der Faͤbigkeiten. S. deſſen Sammlung einiger Aband⸗ d
lungen. Leipzig. 1803. Daß aber J. Buarts Pruͤfun Koͤpfe zu den wiſſenſchaften noch immer als ein brauchlhre Buch in paͤdagogiſchen Schriften citirt wird, iſt um ſo auffal⸗ lender, da ich uͤberzeugt bin, daß nur wenige ſo viel Geduld beſitzen, als noͤthig ſeyn moͤchte, um es zu leſen— wenn dieß nicht etwa in der Abſicht geſchieht, ſich mit den ſonderbaren Be⸗ hauptungen, die es faſt auf jeder Seite enthaͤlt, zu beluſtigen. Noch muß ich erinnern, daß ich die Preisſchrift von Hr. C.§. vollmar, Ueber die Frage: wie lernt ein Lehrer ſeine Schuͤ⸗ ler


