5⸗= 7 kange nicht ſo gros ſeyen, als einige aus Unkunde derſelben ſich vorſtellen, iſt eben ſo gewiß, und wird durch die Er⸗ fahrung jeden Tag beſtaͤttigt. Es kommt hier alles auf einige Anlage und Fleiß von Seiten des Lehrlings, und auf einen deutlichen, nach pſychologiſchen Gründen geordneten, Vortrag von Seiten des Lehrers an, um miit eichtigkeit ſchnell fost⸗ ſchreiten ju koͤnnen. Es iſt dem menſchlichen Geiſte shnehin natürlich, von beſondern Faͤllen zum Allgemeinen uͤberzugehen: dieſes wird ihm in einer Wiſſenſchaft, wo er ſeine Aufmerk⸗ ſamkeit ſtets an ſinnlichen Zeichen, die zur Darſtellung der Be⸗ griffe dienen, feſthalten kann, weniger Muͤhe machen, als bey manchen andern Abſtraktionen, wenn die Grundbegriffe rich⸗ tig entwickelt ſind, ſtets vom leichtern zum ſchwerern fort⸗ geſchritten, und alles mit paſſenden Beyſpielen erlaͤutert wird.
Ueber die Methode bey dem Vortrage des zweiten Cur⸗ ſus der reinen Mathematik in Beziehung auf den gegenwaͤrti⸗ gen Zweck bemerke ich folgendes:
1) Die Regeln der Buchſtabenrechnung möͤſſen durchaus mie den Regeln der gemeinen Rechenkunſt verbunden werden. Da⸗ her gehoͤrt die Erklaͤrung von dem Weſentlichen der entgegen⸗ geſetzten Groͤßen, und von den verſchiedenen Rechnungsarten
mit denſelben gleich in den erſten Abſchnitt, weil das Eigen⸗ thümliche in der Behandlungsart derſelben,(in Vergleichung mit


