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wendet, ſo kann er ſeine Sachen oft, gegen ein gutes Trinkgeld, wieder erhalten.“
Folgt wohl hieraus, daß das Gewerbe der Diebe in Aegypten noch immer zunftmaͤßig getrieben werde? Daß aber die Diebe gewöͤhnlich ihren Vorſteher haben, zu welchem ein Beraubter, und zwar ſelten vergebens, ſeine Zu⸗ flucht nehmen kann, widerſpricht der Pauwiſchen Hypotheſe ſo wenig, daß es vielmehr auf Eins mit derſelben hinauskomnit. Nur ſo viel erhellet aus Niebuhr, daß das Unweſen jener in Aegypten uralten Raͤuber bis auf den heurigen Tag unveraͤn⸗ dert fortdauere. Aber vielleicht wuͤrde meine Anhaͤnglichkeit an dieſe Meinung nicht ſo groß ſeyn, wenn nicht einer der neue⸗ ſten und bewaͤhrteſten Schriftſteller uͤber Aegypten,* Son⸗ nini, die ganze Sache in dem Lande, wovon bisher die Rede war, gerade ſo an ſich ſelber erfahren haͤtte, wie de Pauw ſie vorher entraͤthſelte. Dieſer merkwuͤrdige Vorfall, der mich auf das angenehmſte uͤberraſcht, und zu der gegenwaͤrtigen Ab⸗ handlung hauptſaͤchlich ermuntert hat, findet ſich Th. I. K. 27. des angefuͤhrten Werkes, und iſt, den Hauptumſtaͤnden nach, folgender.
Sonnini, als er einſt mit nur fuͤnf Begleitern eine der wuͤſten Gegenden Aegyptens durchreiſete, ſah ſich auf einmal durch eine Horde von mehr als hundert räͤuberiſchen Arabern uͤberfallen, deren Feigheit indeſſen ſo unverkennbar war, daß die ſechs Wanderer, von denen nur drei zum Widerſtande Muth und Kraͤfte hatten, ſie veriagt haben wuͤrden, haͤtte
B 3 nicht * Sonnini's Reiſen in Ober⸗ und Niederoͤgypten ꝛc. Aus dem Franz. mit Anmerkungen, 2 Thle Leipzig und Gera 1800. 8.—
Einige der oben befindlichen Ideen habe ich ſchon bei Gelegenheit der Recenſion dieſes Werkes in einem bekannten kritiſchen Blatte
geaͤuſſert. Dieß zur Verhuͤtung eines Argwohns von Plagiat!


