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Regeln und Bemerkungen anwenden ſoll, oder bei ſeinem Pri⸗ vatfleiß angewandt hat und ſeine Arbeit dem Lehrer vorlegt. Dieß geſchiehr ſowohl beim Ueberſetzen aus der fremden in die Mutterſprache, als aus dieſer in jene, und bei eigenen Aus⸗ arbeitungen. Wenn dabei dem Schuͤler durch Fragen die Gruͤn⸗ de wieder ins Gedaͤchtniß gerufen, oder vielmehr aus ihm ent⸗ wickelt werden, warum dieſe Interpretation, jener Ausdruck fehlerhaft iſt; dann wird ſchon die Verbeſſerung ſich ſtaͤrker dem Gedaͤchtniß einpraͤgen, als wenn bloß der Fehler von dem Lehrer bemerkt, und hoͤchſtens noch die Urſache, warum es ein Fehler ſey, hinzugeſetzt wird. Ein noch groͤſſerer Nutzen aber welchen ein ſolches Verfahren gewaͤhrt, iſt dieſer, daß der Schuͤler glaubt er habe ſelbſt den richtigen Sinn entdeckt, ſich ſelbſt verbeſſert, und dadurch immer mehr zu eigener Thaͤtigkeit ermuntert wird. Dabei ſollte man auch nicht vergeſſen immer conſequent zu fragen, ſo daß eine Frage ganz natuͤrlich aus der andern hervorgeht; denn man wuͤrde dadurch den Zoͤgling zu⸗ gleich an conſequentes, richtiges Denken, nicht nur uͤber aͤhnli⸗ che, ſondern auch uͤber andere Gegenſtaͤnde gewoͤhnen. Daß man von einer zweckmaͤſſigen Methode zu fragen wirklich die⸗ ſen Vortheil erwarten koͤnne, zeigt, wie es mir ſcheint, die Erfahrung deutlich genug. Sieht man nicht an demjenigen, welcher ein gewiſſes Syſtem eifrig und grundlich ſtudirt hat, immer noch Merkmahle dieſes Syſtems, wenn er auch uͤber beterogene Materien ſchreibt oder ſpricht? Laͤßt ſich nicht bei ei⸗ nem Schuͤler, wenn er etwas uͤberſetzen oder ausarbeiten ſoll, aus ſeinem Benehmen oft die Methode entdecken, nach wel⸗ cher er unterrichtet wurde? Beſolgen ferner nicht viele Men⸗ ſchen meiſtens die Art zu ſchlieſſen, welche ihnen durch irgend einen Umſtand einmahl recht deutlich wurde? Und fragen Kin⸗ der nicht nach dem, wornach ſie die Aeltern oͤfters fragen hoͤr⸗ ten? Da nun jedermann einraͤumen wird, daß eine verkehrte
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