Aufsatz 
Über die leichteste Methode bey dem Elementarunterricht in der ebenen Trigonometrie / Friederich Wilhelm Daniel Snell
Entstehung
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Bey dem erſten Falle kommen dje Beyſpiele vor, daß man die Entfernung zweier Orte, zu deren einem man kom⸗ men kann, oder die Hoͤhe eines Gegenſtandes, an deſſen Fuß man nicht kommen kann, ſuchen ſoll Der zweite Fall wird am beſten nach der Art berechnet, deren ſich Kluͤgel in ſeinem Lehrbüche der reinen Mathematik bedient hat, indem man erſtlich den Triangel durch eine ſenkrechte Linie aus der Spitze auf die bekannte Grundlinie(welches die Hoͤhe iſt) in zwei rechtwinkelichte Triangel zerlegt, und dieſe nach der be⸗ kannten Weiſe behandelt. Man erſpart alsdann dem Lehrling bey dem erſten Curſus den ziemlich ſchweren Satz, der nach der gewoͤhnlichen Methode zum Grunde gelegt werden muß, wenn man aus zwei Seiten und dem dazwiſchen liegenden Win⸗ kel das Unbekannte berechnen will. Auſſerdem, daß ſich nach dieſer leichtern Methode der vorliegende Fall bequem unter den SPoben auſfgeſtellten Hauptſatz von der Aehnlichkeit des trigon. mit dem gemeinen Maaſe bringen, und nach der Chordentaſel behandeln läßt, findet man auch beylaͤufig die Hoͤhe des Triangels, welche man bey der ſchwerern Methode doch noch beſonders ſu⸗ chen muͤſte, wenn man die Flaͤche berechnen wollte. Bey dieſem zweiten Falle muß gezeigt werden, wie man aus zwei Punkten innerhalb einer Figur, oder aus den Linien und Winkeln lum die⸗ ſelbige, ihre ganze Groͤfe berechnen kann. Je mehr Gelegenheit und Zeit der Lehrer hat, dieſe wichtige Rechnungen auf die Beſtim⸗ mung der Geſtalt und Groͤße kleiner Waldungen oder freien Plaͤ⸗ tze anzuwenden, deſto leichter wird alles geſaßt werden. Da