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Ausbildung des Verſtandes, wenn nun das Stndinm der al⸗ ten Sprachen dem erſten Unterricht genommen wuͤrde, an deſ⸗ ſen Stelle ſetzen wollte.— Ich glaube, daß man uͤberall nichts ſo vortheilhaftes auffinden koͤnnte.— Ja, alsdann, ſagt man wohl, gewinnt man ſehr viel Zeir, iungen Leuten recht viel Realkenntniſſe beyzubringen, welches dermahlen bey dem allzu⸗ baͤufigen Unterricht in Sprachen verabſaͤumt werden muß. Hier⸗ auf hat der G. C. Sekr. Rehberg ſo ſcharfſinnig, und wie man nichts auf eine andere Art von ihm zu erwarten gewohnt iſt, ſo gelehrt geantwortet, daß ich nur mit wenigen Worten noch das hauprſaͤchlichſte von dem was er hieruͤber geſagt hat, hierher ſetzen darf. So ſagt er im Februar der Berliner Mo⸗ natſchrift von 1788. S. 116. ff.»Denken iſt uͤberhaupt die Beſtimmung des Menſchen, nicht Wiſſen: man mag dieſe Be⸗ ſtimmung nehmen, wie man will. Niicht allein die innere Wuͤr⸗ de des Menſchen, ſondern auch die aͤuſere Brauchbarkeit des Buͤrgers beruhet nicht auf der Maſſe der erworbenen Kenntniſ⸗ ſe, ſondern auf der Bildung der Denkkraft, durch welche er in den Stand geſetzt wird, ſeine Kenntniſſe anzuwenden, und den Umſtaͤnden gemaͤß zu handeln.—— Wenige Kenntniſſe des einzelnen, mit gruͤndlicher Einſicht in den Zuſammenhang deſ⸗ ſelben, und in die Merhode iſt unendlich mehr werth, als die ausgebreiteſte Kenntniß oder Theorie. Denn die Einſicht in allgemeine Wahrheiten iſt es eben, welche lehrt, einzelne Wahr⸗ heiten aufzuſuchen und zu entdecken.“ Ohne daß man alſo Urſache hat, die Erlernung der Realien auf Schulen ganz zu verwerfen, darf man ſie doch nicht ſo hoch anſetzen, daß dar⸗ uͤber die formelle Bildung des Geiſtes leidet, und dieſe ſchlech⸗ terdings nicht, beſonders da junge Leute es doch nie in Real⸗ kenneniſſen weit bringen werden, ihnen zu lieb vernachlaͤſſigen. Am zweyten Tage unſrer Examenfeyerlichkeiten werden kolgende hofnungsvolle Juͤnglinge, von welchen ahemnahle
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