:nFRę— 7 einen freieren und völligeren Eingang in die Herzen ſeiner Zu⸗
hoͤrer zu verſchaffen; ſo wird der Schmuck allemal einfach, maͤnnlich, nataͤrlich ſeyn.—— 1 Neben der Gemeinfaßlichkeit darf 2. Gruͤndlichkeit nicht zu ſchwach flimmern, darf ſich nicht allgemach in Schatten verlieren. Nicht allein aus Mangel an Popularitaͤr, ſondern auch vorzuͤglich aus dem bloßen Streicheln der Oberflaͤche und Beiſeitefetzung der Grundlichkeit kommt es, daß ſo viele Chri⸗ ſten unvollſtaͤndige, ia gar irrige Religionskenntniſſe haben, ſie, die alsdann leicht von Zweiftern und Irrglaͤubigen aller Art, und, ſind ſie ſelbſt nur etwas nachdenkend, manches Mal von eigner Geiſtes⸗ und Seelenunruhe umhergewogt werden. Dank euch, Theologen, die ihr in unſern Tagen eifert, nicht auf ver⸗ meinte Grändlichkeit, bei der man nicht weiß, wie einem zu Muche iſt, ob ſüß oder ſauer, ſondern auf wahre Solidirär unſere Religion zu ſtuͤtzen! Nicht auf vermeinte Gruͤnd⸗ lichkeit, ſage ich. Belege ſolcher Aftergruͤndlichkeit ſind man⸗ che Kompendien, alten Zuſchnittes, von Dogmatik und ande⸗ ren Theilen der Theologie. Vollgepfropfet von eiteln, ſchwan⸗ kenden Diviſionen, Subdiviſionen kamen die Zöglinge aus dem akademiſchen Hoͤrſale. Betraten ſie die Kanzel, was Wun⸗ der, wenn ſie ſich der ſchulgerechten Unrealien nicht ganz ent⸗ ſchuͤtteln konnten, wenn ſie waͤhnten, mit ſolchem herrlichen chematiſiren auch an ſolchen Orten, wo es wahrhaftig völlig zur Unzeie angebracht war, prangen zu koͤnnen? ortreflich ſind jetzt die dogmatiſchen und moraliſchen Lehrbuͤcher eines Doͤderlein, Griesbach, Morus, emes Leß, Tittmann und Reinhard. Buͤcher ſo aͤchten Schrotes und Korns ver⸗ dienen von Predigern genutzer, verdienen in Saft, in Kraft gewandelt zu werden.. Unter Gruͤndlichkeit verſtehe ich aber, wie aus dem Er⸗ nat i S ,ſch waͤhnten


