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a. 8 er vermiſchteſten Verſammlungen hat mancher Aheeſee de ſich! Lhef werfe einen Blick auf die Ver⸗ ſchiedenheit der Verſtandeskraͤfte, die in einer ſolchen Zuſam⸗ menkunft Statt finden mag; auf die Durcheinanderkreuzung und Abſtuſung von Faͤhig, Minder und minder faͤhig. Jeder komme in der Abſicht und Hofnung, daß er den Prediger nicht nur hö⸗ re, ſondern auch mit Vergnägen hoͤre, ihn auch verſiehe. Spricht der Prediger zu ſubtil, zu metaphyſiſch und dunkel, ſo wird er unmöͤglich dieſer Hofnung und Alſicht Genäge leiſten.
» Aber wie? ſind denn die Lehren des Chriſtenthums nicht ſo verſtaͤndlich, daß auch des gemeinen Mannes Verſtand ſie leicht zu faſſen vermag? von welcher Seite wird oft Chriſtusre⸗ ligion mehr empfohlen und lobgeprieſen, als von Seiten der Allgemeinfaßlichkeit?. Die Hauptfundamentallehren, die einem Chriſten zu wiſſen durchaus nothig ſeyn moͤchten, ſind freilich ſo geeigenſchafter, daß ſie auch ein gemeiner Chriſt von unge⸗ bildeten Geiſtesft igkeiten mit leichter Muͤhe lernen und einſe⸗ hen kann; allein hierdurch wird keinesweges die Stimme tadelns⸗ werch, die dem Prediger zuruft: Ein gefliſſentliches, nie aus dem Sinne zu verlierendes Beſtreben ſei dir Popularitaͤt; ei⸗ gentliche, geſunde Pepularitaͤt;— quiuis Speret idem, fudet multum, fruſtraque laboret Aufus idem. Leicht kann der Volks⸗ lehrer, der ſich nicht vorzuͤglich e eines guten Vortrags be⸗ fleiſſiget, in Plattheit ausgleiten, die unſerer geiſtigen, liebens⸗ wuͤrdigen Religion gewiß Aicht eueſbrichs Die ſchon etwas auf⸗
8 4. 6. 1 3. 3. ge⸗
tont le monde puife;& D'il Hecarte de ces licux communs, il
weſt plus populaire; il eſt abſtrait, ou déclamareur. La. Bryye- re, Mocurs de Siecle. Vergl. Geero de oratore I, z.
e Orationis ſubtilitas(ich moͤchte zuſetzen& popularitar) imitabilis il- la quidem effe videtur exiſtimanti, ſed nihil eſt experienti minus. Gcero de orat. XXIII. Vergl. QLuinckilianur de inſtitutione orato- ria IV, z.


