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Man leſe nur die bekannte Stelle des Gellius, wo der ſchon oft erwähnte Auftritt mit der Fauſta, der Gemahlin des WMilo, vorkommt, im XVII. B. 18. C. ſeiner Attiſchen Naͤchte: M. Varro, in literis atque vita fide homo multa& grauis, in libro, quem inſeripſit Pius, aut de Pace, C. Sal- luſtium, ſeriptorem ſeriae illius& ſeuerae orationis, in cu- ius hiſtoria notiones cenforias fieri atque exerceri videmus, in adulterio deprenſum ab Annio Milone loris bene caeſum dicit,&, cum dediſfet pecuniam, dimiſfum. Faſt ſcheint es, als wenn Gellius die Glaubwuͤrdigkeit und Gravitaͤt, die Var⸗ ro als Menſch und Geſchichtſchreiber in einem ſo hohen Gra⸗ de beſaß, hauptſaͤchlich deswegen ſo ſtark urgire, weil die Anek⸗ dote, die er hier aus ihm erzaͤhlt, bey einem ſo groſen Mora⸗ liſten und ſtrengen Sitrenrichter, wie Salluſt, ganz und gar unerwartet und befremdend ſey..
Eine aͤhnliche Sprache fuͤhren uͤber ihn zween ſpaͤtere Schriftſteller, und zwar Maͤnner vom erſten Rang und Anſe⸗ hen, Macrobius und Symmachus, beide aus der erſten Haͤlfte des fuͤnften Jahrhunderts. Macrobius in ſeinen Sa⸗ turnalien B. II. C. 9. redet von dem beinahe allen Glau⸗ ben uͤberſteigenden Luxus einiger vornehmen Roͤmer zu den Zei⸗ ten des Triumvirats. Unter dieſen nennt er auch den Me⸗ tellus Pius, und ſchildert die unerhoͤrte Prachtliebe und den graͤnzenloſen Stolz dieſes Roͤmers mit einer Stelle des Sal⸗ luſt aus ſeinem groͤſern verlohren gegangenen hiſtoriſchen Wer⸗ ke, welches die Geſchichte des Römiſchen Volkes vom Tode des Sulla an bis auf die Berſchwörung des Catilina in ſechs Buͤchern enthielt. Salluſt endigt ſeine Erzaͤhlung mit folgenden Worten: Quis rebus aliquantam partem gloriae demferat,(DMetellus) maxime apud veteres& ſanctos viros, fuperba illa, grauia, indigna Romano imperio aeſtimantes.
Aber


