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ſer iſt, uͤbergehen kann.—— Es iſt zu wuͤnſchen, daß auf Schulen viel geleſen wird, und daß man ſich's zum Geſetz macht, nicht alle Regeln, die bei jeder Stelle angefuͤhrt wer⸗ den koͤnnen, auch wirklich anzufuͤhren, ſondern, wie ich hernach noch weiter leigen werde, ſeine grammatiſchen Bemerkungen hin und wieder ſo zu machen, daß man glauben kann, der Schuler werde, ſo viel ihm noͤchig iſt, nach und nach erhal⸗ ten. Ein vernuͤnftiger Lehrer wird ſchon wiſſen, was ſich ei⸗ gentlich fuͤr ſeine jungen Lehrlinge ſchickt, und ſie daſſelbe auf eine ihrem Alter angemeſſene Art interpretiren laſſen. Mit dem proſaiſchen Theil des Elementarbuchs von Herrn Superin⸗ tendent Schulz ließ ſich etwa noch ein großer Theil des er⸗ ſten B. Moſe, etwa manches aus dem B. Joſua und der Richter verſchiedene Stuͤcke aus den Buͤchern Samuelis und der Koͤnige verbinden. Gut iſt's, wenn, ehe poetiſche Stuͤk⸗ ke genommen werden, vorher viel proſaiſches iſt geleſen worden, weil hier Worrfuͤgung und Periodenbau weit faßlicher iſt, auch deswegen, weil zu wuͤnſchen iſt, daß Grammatik, worinn der kernende ſchon gut bewandert ſeyn muß, bey poetiſchen Stuͤk⸗ ken, wobey ſoviel von dichteriſchen Schoͤnheiten, und ſo vielem andern zu ſagen iſt, ſoviel es möglich iſt, wegbleiben mogte. Es macht ein wunderbares Gemiſche, wenn Enrtwikkelung der Dichterſchoͤnheiten und trokkene Grammatik durcheinander vor⸗ kommt. Daß doch manche grammatiſche Bemerkungen bey je⸗ der Exegeſe nothwendig ſind, verſteht ſich von ſelbſt. Will man zur poetiſchen Lekruͤre den zweyten Theil des Elementar⸗ buchs von Herrn Superint. Schulz brauchen, ſo kann das wegen den uͤberaus brauchbaren Anmerkungen mit vielem Vor⸗ theil geſchehen; nur waͤr's wohl noͤthig, den Umfang der poe⸗ tiſchen Lektuͤre noch mehr zu erweitern. Die Pſalmen, einem ſehr groſſen Theil nach, laſſen ſich am beſten nehmen. 2ar au


