Aufsatz 
Von der besten Methode, die Mathematik in Schulen zu lehren / Friedrich Wilhelm Daniel Snell
Entstehung
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fuͤr Schulen gehoͤrt, iſt eine kurze Ueberſicht der planen Tri⸗ gonometrie, und einige wenige Stuͤtke von der Algebra.

Es waͤre gut, wenn man in jedem Gymnaſium von der angewandten Machematik wenigſtens das vorzüglichſte nach obi⸗ gen Grundwiſſenſchaften mitnehmen koͤnnte. Die manigſaltigen und nüͤzlichen Anwendungen der Lezteren lieſſen ſich dadurch am deutlichſten zeigen, und der Jängling wuͤrde manche Ken⸗ niſſe lernen, die ihm in jedem Stande nothwendig ſind. Und warum ſollte ſich dieſes nicht moͤglich machen laſſen, da man zur Erklaͤrung eines zwekmaͤſſigen Auszugs eben ſo viele Zeit nicht noͤrhig hat? Denn es verſteht ſich von ſelbſt, daß man aus den angewandten Theilen der Mathematik manches nur hiſtoriſch bemerkt, und uͤberhaupt nichts beweiſt, als wozu ſchon die Gruͤnde in dem vorhergehenden gelegt worden. Der Jüngling ſoll hier nur eine vorläͤufige Ueberſicht von den ver⸗ ſchiedenen Theilen der Mathematik bekommen, damit er ins⸗ kuͤnftige, wenn er Beruf und Luſt hat, deſto geſchwinder fort⸗ ſtudieren kann. Und im andern Fall, wenn er ſich auch nicht weiter mehr auf dieſe Wiſſenſchaften legt, iſt ihm dieſe Kent⸗ niß doch von mancherlei Gebrauch.

Dieſes ſey hier genug von der Beſtimmung der Grenzen des mathematiſchen Schulnnterrichts: ich gehe alſo zur Me⸗ thode im Vortrag der Mathematik uͤber. e Bemerkungen, welche ich darüber machen werde, ſind ſchon von manchen Er⸗ liehern der Jugend bewährt gefunden worden. Mit deſto gröſ⸗ ſerer Zuverſicht darf ich ſie alſo auch jedem Lehrer der Ma⸗ themarik empfehlen. Die meiſten davon habe ich bei eigenem Vortrag dieſer Wiſſenſchaft nach und nach bemerkt und nie⸗ dergeſchrieben. Weil ich boßf, daß ſie bei Einrichtung thnrr

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