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mehrern neuern geſolgt iſt.* Auch muͤſſen wohl die Pankte in dem naͤhmlichen Wort, ſo ſich in der Ueberſchrift zu dem 56ten Pſalm befindet, weil ſich anders kein ertraͤglicher Sinn hinein⸗ bringen laͤßt, eben ſo veraͤndert werden.* Der Syrer las es gar nicht. Die Leswort des Alexandriners iſt merkwuͤr⸗ 59. Er uͤberſezt: à Aa⸗ ³,α dααννννν HƷάet und ließt tabme.
3.) poyen e. Nichts weniger, ihr ſchmie⸗ det Ungerechtigkeit im Herzen. Bekanntlich wird byd von boͤſen Handlungen und Unternehmungen gebraucht, aber auch von Argliſt und Betruͤgerei, die im Herzen ausgedacht wird. Mich wundert daher, daß Herr Prof. Knapp es nicht mit 292 zuſammen konſtruirt, ſondern enen darzu nimmt, das ſich doch ſehr ſchoͤn zu dem folgenden poyodn ziehen läͤßt.
Und dieſe Bubenſtuͤkke, die ihr in eurem Herzen ausdenkt, lährt er ſort, die ſind es dann, was ihr Vorſteher der Ge⸗ rechtigkeit im Lande als Recht darwaͤgt. Gewaltthaͤtigkeit waͤgt ihr im Lande dar. dod hat urſpruͤnglich die Bedeu⸗ rung einer zitternden und ſchwingenden Bewegung, daher von der Bewegung, die einer macht, der das Gewicht einer Sache genau pruͤft die hergeleitete Bedeutung des Waͤgens, Abwaͤ⸗ gene kommt, die ſich hierher unvergleichlich ſchittt.** Der Sinn des ganzen Verſes iſt alſo dieſer: ſo wenig ſeid ihr in eu⸗ ern Urtheilen gerecht, daß ihr vielmehr recht aufs Boͤſe ſinnet, und eure auf das argliſtigſte ausgedachte Buben⸗ ſtuͤkke in Rechtsurtheilen dem Lande darwaͤgt. Oder: eure Rechtsurtheile ſind nichts anders als ſehr boshaft
aus,
* Es ſollte freilich—ybne heiſen, aber das Jod bleibt oft, vornehm⸗ lich in Handſchriften weg. S. Herrn Prof. Schulz Ausgabe des Kocceiiſchen Lexikons S. 79.
** S. was Simonig in ſeinem Lexikon bei dem Wort cabw bemerkt.
**½* Vergl. Schultens zu Spruͤchw. 4, 26.


