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ren, als große Sprachkenner anzuſtaunen, und die Höhe, zu der ſie ſich aufgeſchwungen zu haben glauben, fuͤr unerreich⸗ bar zu halten. Auch wird man in der Belhe manches noch iezt ſehr brauchbare Buch aus den aͤltern Zeiten nicht gehorig nutzen koͤnnen, wenn einem dieſe Terminolgien ganz fremd ſind. So darf man zum Exempel die Eintheilung in literns guttu- rales, linguales, dentales, palatinas und labiales nicht unberuͤhrt laſſen, ohngeachtet ſie ſehr ſchwankend iſt, und nur die Guttu⸗ ralbuchſtaben einen Einſiuß in die Analyſe haben. Eine beſondre Sorgfalt iſt bey der Erklaͤrung der Gram⸗ matik in dem Kapitel von den Leſezeichen noͤthig. Hier darf man ſich nicht begnügen, ſeine Lehrlinge blos mit dem Namen und der Figur derſelben bekannt zu machen, und ſie auf dem Wahn zu laſſen, daß das alles entweder ologien der heb⸗ räͤiſchen Grammatiker oder Eigenheiten der Sprache ſeyen, von denen ſich in keiner andern, mit der ſie ſich bisher beſchaͤftiger haben, etwas aͤhnliches finde. Vielmehr zeige man ihnen, daß das meiſte, wo nicht alles, was in dieſem Kapitel vorkomme, in andern Sprachen eben ſo gut, nur naturlicher Weiſe un⸗ ter andre Benennungen, angetroffen werde. So habe ich ſchon oben bey dem erſten grammatiſchen Kurſus erinnert, was man ih⸗ nen vom Dageſch üͤberhaupt fuͤr einen Begriff beybringen muͤſſe. ezt alſo, wo man genauer zu gehen und auch die weite Ein⸗ theilung deſſelben mitzunehmen genoͤthiget iſt, ſage man ihnen noch äberdies, daß das, was man im hebräͤſſchen das ce ſative Dageſch nennt, auch in andre Sprachen ſtatt ſinde. Man zeige ihnen, daß wenn im hebraͤiſchen vwe ſtatt wioz geſagt wird, vollig dieſelbe Operarion vorgehe, und eben die Urſache dabey zum Grund liege, als wenn man im lateiniſchen ſtatt adſigno aſſigno, oder im griechiſchen„ att Mpe ſagt. Eben ſo ſage man ihnen vom Schwa, daß es der beynahe unmert⸗ bare Laut ſey, den auch andre Diationen boren laſſen, wenn ſie
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